Fritz Kuhn ist gefragt

Jedes Jahr besucht Oberbürgermeister Fritz Kuhn die Vesperkirche. „Ich möchte hören, wie die Lage ist. Deshalb komme ich gerne hierher und unterhalte mich mit den Mitarbeitenden und den Gästen“, sagte er bei seinem diesjährigen Besuch. Dazu gab es reichlich Gelegenheit.

© Monika Johna

Die Vesperkirche habe seinen vollen Respekt und seine volle Anerkennung. „Die Vesperkirche ist deutlich mehr als eine Essensausgabe. Es ist toll, dass sie so vielfältig ist, und dass sie den Menschen eine Möglichkeit bietet, aufzutanken, wenn an richtig kalten Tagen die Kräfte nachlassen“, erklärte der Oberbürgermeister. „Viele Gäste kommen auch hierher, weil sie die Gemeinschaft schätzen“, ergänzte Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann. Man arbeite mit der Stadt an vielen Stellen Hand in Hand. „Die Armut ist zunächst einmal Aufgabe des Staates. Und wir, als Zivilgesellschaft, tun in der Vesperkirche, was wir können, um denjenigen beizustehen, denen es nicht so gut geht.“

 

Etliche Besucherinnen und Besucher wollten mit dem Oberbürgermeister sprechen und ihm kundtun, was ihnen unter den Nägeln brennt. Das konnten sie dann auch tun. Nachdem er sich mit den Mitarbeitenden über die Entwicklungen im vergangenen Jahr unterhalten hatte, setzte er sich mitten hinein unter die Gäste. Feinstaub, Fußball und Kultur – das Themenspektrum war groß, und es hätte sicher noch viele weitere Themen gegeben, über die die Vesperkirchenbesucher gerne mal mit ihrem Oberbürgermeister gesprochen hätten. Allein der Zeitplan ließ dies nicht zu. Zu guter Letzt sprach Fritz Kuhn dann noch mit einem Gast der ersten Stunde. Seit 24 Jahren geht der 83jährige in die Vesperkirche. „Hier kommen viele zum Schwätzen her“, sagte er. Heute war auch der Oberbürgermeister einer von diesen vielen: Er war so lange im Gespräch gefordert, dass er gar nicht dazu kam, den mitgebrachten Kuchen auszuteilen. Aber das war kein Problem, flugs erledigten dies später die Mitarbeitenden.  

 

18-01-2019

Autor/Autorin: Monika Johna