"Ich bin froh, dass wir die Vesperkirche haben"

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Vesperkirche besucht. Dort unterhielt er sich intensiv mit Gästen und Verantwortlichen.

„Ich bin froh, dass wir die Vesperkirche haben“

© Monika Johna

Eine Dame wollte wissen, wie es nun mit dem Feinstaub weitergehe, ein Herr wünschte sich mehr Nutzpflanzen in den öffentlichen Grünanlagen – ein Vorschlag, der dem Oberbürgermeister im Prinzip gefiel.
Nachdem über die lokalen Medien der Begriff „Mitleidsökonomie“ im Zusammenhang mit diakonischen Angeboten wie Vesperkirche oder Tafelläden gefallen war, wollte Fritz Kuhn schließlich hören, was die Verantwortlichen der Vesperkirche darüber denken.
„Die Vesperkirche ist vorrangig ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft, Menschen aus allen Schichten, sich begegnen sollen“, sagte Klaus Käpplinger, der Dekan für Diakonie des Kirchenkreises. „Für den großen Rahmen ist der Bund zuständig. Aufgabe des Staates ist es, sich um Wohnraum und Grundversorgung zu kümmern“, so der Oberbürgermeister. Was Stuttgart stark mache, sei das Netz unterhalb dieser Transferleistungen.  „Da sind wir eine starke Stadt, und da gehören die Vesperkirche und die Tafelläden auch dazu“, führte Fritz Kuhn aus. Dieses Netz müsse man haben und pflegen, aber das sei eine andere Diskussion als die Frage, wie hoch der Hartz IV-Satz sei, so der Oberbürgermeister weiter.
„Natürlich zieht die Vesperkirche viel Aufmerksamkeit auf sich“, sagte Klaus Käpplinger. Aber gerade dadurch käme das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit und erfahre allgemeine Aufmerksamkeit. Außerdem lege man als Vesperkirche Wert darauf, mit den anderen Einrichtungen gut vernetzt zu sein. Fritz Kuhn ließ an seiner Wertschätzung für die Arbeit der Vesperkirchen-Engagierten keinen Zweifel. „Das ist eine ganz wertvolle Arbeit. Ich bin froh, dass wir die Vesperkirche haben.“

01-03-2017

Autor/Autorin: Monika Johna