Zuhören und dazulernen

„Wahlkampf ist auch zuhören und dazulernen“ sagte Mariam Schreier. Der Tengener Bürgermeister interessiert sich für das Amt des Stuttgarter Oberbürgermeisters. Nun kam er in der Vesperkirche vorbei.

© Monika Johna

Von Diakonin Cornelia Götz, Mitglied des Vesperkirchen-Leitungsteams, ließ er sich die Grundzüge der Stuttgarter Vesperkirche skizzieren. 900 Ehrenamtliche wirken zusammen mit dem Hauptamtlichenteam in diesem Jahr daran mit, damit die Vesperkirche bereits zum 26. Mal ihre Türen öffnen kann. Dies sei eine wichtige Unterstützung und sei auch ein wichtiges Zeichen der Solidarität für die Gäste, betonte Cornelia Götz. 

Marian Schreier ist SPD-Mitglied, derzeit Bürgermeister von Tengen, kommt aus Stuttgart und möchte zur OB-Wahl im kommenden Herbst in der Landeshauptstadt antreten. Im Zuge seiner Kandidatur hat er sich Gedanken zur Stadtgesellschaft gemacht. Eine der interessantesten Fragen sei die Frage des Zusammenhalts in der Stadt, sagte er beim Gespräch in der Vesperkirche. „Stuttgart ist multikulturell. Da stellt sich die Frage, wo es die Räume gibt, in denen Begegnung stattfinden kann. Denn das Zusammenleben darf kein Nebeneinander sein“, führte er aus. „Die Vesperkirche ist so ein Ort, an dem sich unterschiedliche Menschen begegnen können“, sagte Cornelia Götz. 

Diese Möglichkeit zur Begegnung setzte Marian Schreier schließlich in die Tat um und mischte sich unter die Gäste. Zuhören und dazulernen: Im Gespräch an den Tischen ließ sich der Lokalpolitiker erzählen, was sie an der Vesperkirche schätzen, welche Wünsche sie haben, was alles besser laufen müsste in ihrer Stadt und welche Sorgen und Nöte sie tagtäglich belasten. 

Autorin: Monika Johna