Mehr Ruhe, mehr Genuss, mehr Gespräch

Auch Cem Özdemir, Muhterem Aras und Veronika Kienzle sind wieder in die Vesperkirche gekommen. Zusammen mit Gemeinderätin Raphaela Ciblis nahm das Politiker-Trio mühelos und mit viel Schwung die Arbeit im neuen System auf - und war begeistert von den diesjährigen Neuerungen.

© Monika Johna

„Es ist kommunikativer geworden“, sagte Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle, während sie einem Gast einen Kaffee überreichte. Auch Cem Özdemir und Muhterem Aras fanden die Neuerung in der Vesperkirche „richtig gut“. „Das ist eine tolle Wertschätzung gegenüber den Menschen, die hierherkommen. Es ist wirklich schön, zu sehen, wie die Leute hier nun zur Ruhe kommen“, freute sich die Landtagspräsidentin.

Essen mit Freude und Genuss

Es ging um das Bedienen, das dieses Jahr neu in der Vesperkirche eingeführt wurde. Auch der Gast an der Kaffeetheke zeigte sich sehr zufrieden mit der Veränderung: „Mit der Schlange an der Essensausgabe gab es immer Streit“, erinnerte er sich. Ein anderer Gast am Tisch erklärte Muhterem Aras, als diese ihm das Essen servierte: „Es schmeckt jetzt viel besser, weil man ohne Kampf, dafür mit Freude und Genuss essen kann.“
Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle und der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir kommen jedes Jahr zum Helfen und um Eindrücke mitzunehmen in die Vesperkirche. Auch Gemeinderätin Raphaela Ciblis war im vergangenen Jahr schon dabei. Dieses Mal fand der Besuch zwei Tage nach dem rassistischen Attentat in Hanau statt. In den Gesprächen zwischen Politikerinnen und Politikern und Gästen war dies kein zentrales Thema, aber ein paar Gäste nutzten die Gelegenheit dann doch und sprachen Cem Özdemir darauf an. Im Anschluss an den Besuch in der Vesperkirche werde er zusammen mit Ministerpräsident Kretschmann die türkische Gemeinde in Stuttgart besuchen, erklärte dieser.

Von den Gästen beeindruckt

Veronika Kienzle lobte den Mut der Vesperkirchenorganisatoren, das System zu ändern und auf Bedienen umzustellen. Manch ein Besucher freute sich sichtlich, dann auch noch von einer prominenten Person bedient zu werden. „Sie sind ja so nett und aufmerksam“, sagte ein Gast, als die Landtagspräsidentin ihm das Essen reichte. Das Lob gab Muhterem Aras am Ende ihres Einsatzes gerne zurück: „Die Freundlichkeit und Höflichkeit der Leute haben mich sehr beeindruckt. Ich bin froh, dass ich hier sein konnte.“

Autorin: Monika Johna