Gemeinsames Gedenken an die, die fehlen

In der vorletzten Vesperkirchenwoche haben die Mitarbeitenden zu einer Gedenkandacht eingeladen. In ruhiger, würdevoller Atmosphäre gedachten die Besucherinnen und Besucher der Verstorbenen des vergangenen Jahres, die mit der Vesperkirche verbunden waren – und sind.

© Monika Johna

„Wen oder was wir im Herzen bewahren, bleibt lebendig“, sagte Diakonin Cornelia Götz. Auch im vergangenen Jahr sind Menschen verstorben, die der Vesperkirche nahe standen.  Manche von Ihnen konnten die Freunde, Bekannten und Verwandten verabschieden. Andere starben alleine und anonym, sind verschwunden, ohne dass es für die Hinterbliebenen eine Möglichkeit zum Abschiednehmen gab. Für sie war es nun möglich, in einem würdevollen Rahmen der Verstorbenen zu gedenken. „Ein Mal anhalten, ihr Leben wertschätzen und Hoffnung finden“, wie es Diakon Martin Mantzel zu Beginn der Andacht nannte.
Klaus ist einer jener Verstorbenen. Ein Freund zeichnete im Gedenken an ihn einen Blick in die Vesperkirche mit all ihren Facetten und vielen wunderbar eingefangenen Details. Dieses eindrückliche Bild stellten die Freunde und Mitarbeitenden zusammen mit Blumen und Kerzen vorne neben dem Altar auf. Von vier Verstorbenen aus dem Kreis der Vesperkirche weiß man und kennt sie namentlich. Für all jene, die nicht genannt werden konnten, entzündete Cornelia Götz in der Andacht die fünfte Kerze. Ihre begleitenden Worte sprachen sicher vielen aus dem Herzen:  „Nicht jeder kennt jeden. Und doch sind wir eine große Vesperkirchengemeinschaft.“ Diese Gemeinschaft, sie war beim gemeinsamen Gedenken und Erinnern an diejenigen, die nicht mehr da sind und schmerzlich fehlen, besonders zu spüren.

25-02-2017

Autor/Autorin: Monika Johna