Die Vesperkirchenfamilie trifft sich

Wenn die Vesperkirche im Jubiläumsjahr zu einem Ehemaligentreffen einlädt, dann liegt da richtig viel Wiedersehensfreude in der Luft. Dank dem Vesperkirchenvirus fühlt es sich an wie ein Familientreffen.

© Monika Johna

Herzliche Umarmungen, erstaunte Ausrufe, strahlende Gesichter – und jede Menge Anekdoten und Erinnerungen. Die Vesperkirche ist eine prägende Erfahrung, das zeigte sich auch beim Treffen der Menschen, die in früheren Zeiten mitgearbeitet haben oder das jetzt tun. „Die Vesperkirche lebt von all denjenigen, die mithelfen. So viele Menschen bringen sich hier ein, das ist großartig“, sagte Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann in ihrer Begrüßung. 

Rund einhundert Gäste waren der Einladung gefolgt, unter ihnen eine beeindruckende Anzahl an Diakonen der ersten Stunden, die Tochter von Vesperkirchengründer Pfarrer Martin Friz, ehemalige Pfarrer der Leonhardsgemeinde, Kirchengemeinderäte der Leonhardsgemeinde, der ehemalige Medienpfarrer, ehemalige Ehrenamtliche und viele aktive Ehrenamtliche und Hauptamtliche, ehemalige Stadträte und natürlich auch Ingeborg Gosch, die als langjährige Sekretärin im Diakoniepfarramt für viele reibungslose Abläufe sorgt. 

„Ich könnte stundenlang erzählen“, sagten etliche Ehemalige, als sie sich zu einem kurzen Grußwort, zum Erzählen einer besonderen Erinnerung oder einer prägenden Erfahrung vorne um das Rednerpult gruppierten. Viele wunderbare Anekdoten wurden als kurze Blitzlichter zum Leben erweckt. 

Die ehemalige Dekanin Wibke Wähling und Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle sprachen ein paar Grußworte und blickten auch zurück auf die eigene langjährige Verbindung zur Vesperkirche. 

Zum 25. Mal gibt es in diesem Jahr Vesperkirche in Stuttgart. Grund für ein rauschendes Fest ist das nicht, bedeutet die ungebrochen hohe Besucherzahl doch, dass der Bedarf, die Armen zu unterstützen, auch in einer reichen Stadt wie Stuttgart nach wie vor vorhanden ist. Aber ein Ehemaligentreffen für alle, die Vesperkirche möglich gemacht haben und ermöglichen, sollte es schon sein. Und dank all der Gäste wurde es ein Abend ganz in der Tradition der Vesperkirche. Ein Familientreffen in herzlicher, lebendiger Atmosphäre. 

Autorin: Monika Johna