Einfach mal Musik, ganz entspannt

Sie wollen schlicht und ergreifend nur gute Musik machen. Hierfür sind „BRTHR“ dann auch am vergangenen Sonntag in die Vesperkirche gekommen. Und haben ihr Publikum mit ihren Wegträum-Songs mühelos verzaubert.

© Monika Johna

Man muss ihnen einfach zuhören. Sie lassen einem keine Wahl. So geht es allen in der Leonhardskirche. Nur dasitzen, lauschen, entspannen und genießen. Song für Song. Ohne dass es je langweilig würde. Und wenn dann die Hawaii-Gitarre einsetzt und ihren jaulenden Gesang durch den Raum schickt, dann wähnt sich der Zuhörer irgendwo im nirgendwo zwischen Südsee und mittlerem Westen. Der Eisregen vor der Türe ist jedenfalls ganz weit weg. Philipp Eisler, Joschka Brettschneider, Max Braun und Johann Polzer schaffen es mühelos, die Gesetze der Zeit außer Kraft zu setzen. 

Die meisten Stücke mit diesem speziellen Slow-Motion-Modus sind eigene Werke. „Ich schreibe die Songs, und dann überarbeiten wir sie gemeinsam nochmal“, sagt Philipp Eissler. Unüberhörbar ist die Nähe zu J.J.Cale. Ein grooviger Folk, wunderbar leicht, locker, lässig und entspannt vorgetragen. Im September 2018 erschien ihr zweites Album „A Different Kind Of Light“. 

Auch der Name ist gewissermaßen Programm. „Wir wollten einen Namen, der nicht zu kompliziert ist, so kamen wir auf Brother“, erklärt Joscha Brettschneider. Hierzu gibt es aber bereits andere, die diesen Namen verwenden. Also haben die Musiker die Vokale weggelassen. So einfach kann es sein. 

Für BRTHR ist es der erste Auftritt in der Vesperkirche. Bassist Max Braun war jedoch schon öfter hier. Bei „rahmenlos & frei“ spielt er seit vielen Jahren Gitarre. Und im vergangenen Jahr trat er mit seiner Schwester Laura im Kulturprogramm auf. Heute müssen die Musiker Überstunden machen. Erst nach mehreren Zugaben dürfen sie die Bühne verlassen. „Und wir kommen gerne wieder“, sagt Philipp Eissler. 

Autorin: Monika Johna