28.02.13

Dank an die vielen Ehrenamtlichen

30 000 warme Mahlzeiten, 25 000 Brotbeutel, jeden Sonntag Kulturprogramm, medizinische Versorgung und die Möglichkeit zum Gespräch – die diesjährige Bilanz der Vesperkirche ist wieder beeindruckend.

„Ohne Sie wäre das alles nicht möglich“, erklärte denn auch Diakon Berthold Rath am Mittwoch beim Dankabend für all jene ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die an exponierter Stelle oder ganz im Verborgenen ihren Beitrag leisteten.  

 

Wenn die Vesperkirche am kommenden Samstag, 2. März in diesem Jahr zum letzten Mal ihre Pforten öffnet, dann haben fleißige Hände und starke Arme die 200 Stühle in der Vesperkirche 49 Mal auf- und abgestuhlt, 100 000 Brotscheiben wurden in den vergangenen sieben Wochen jeden Morgen mit Butter bestrichen und mit Wurst oder Käse belegt, insgesamt haben zahlreiche Helfer 50 000 Kilogramm Lebensmittel verarbeitet, es wurden 400 Nussecken und 3 500 Dampfnudeln, hunderte Kuchen, 10 000 Äpfel, Bananen und Orangen und etliche Liter Traubensaft gespendet. Das sonntägliche Kulturprogramm wird ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Allein 40 Mitarbeiter im Rudolf-Sophien-Stift sind eigens für die Vesperkirche da, und etliche von ihnen waschen, schleppen und wirtschaften über das vereinbarte Maß hinaus, damit letztendlich alles gut gelingt. Die Friseure verhalfen 200 mal zu einem neuen Haarschnitt – „200 Mal neues Selbstbewusstsein“ beschreibt Diakoniepfarrerin Karin Ott.

 

650 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – so viel wie noch nie – waren dieses Jahr beteiligt, und nicht allein diese Zahl ist beeindruckend, vielmehr ist es auch die Vielfalt, mit der sich jene Helfer in diesem Jahr wieder eingebracht haben.
Viele von ihnen kamen nun am Mittwoch Abend zum gemeinsamen Essen zusammen. Deutlich war in der fröhlichen Atmosphäre spürbar, dass es sich beim Engagement um keine Einbahnstraße handelt, dass jeder der Helfer selbst auch etwas mitnimmt aus dieser gemeinsamen Zeit in der Leonhardskirche und man mit Freude dabei ist. Beim Essen entwickelten sich muntere Gespräche und viele ließen noch einmal die vergangenen Wochen Revue passieren. Das Sahnehäubchen nach dem Dessert servierten „rahmenlos und frei“ mit einem kleinen Konzert. Karin Ott überreichte den Helferinnen und Helfern zum Abschied eine Rose und bedankte sich noch einmal: „Danke, dass Sie mit uns die Sehnsucht teilen, dass jeder hat, so viel er braucht.“