26.02.15

Vesperkirche: gute Voraussetzungen fürs Ehrenamt

Gisela Erler, baden-württembergische Staatsrätin für das bürgerschaftliche Engagement, spricht nicht nur über das Ehrenamt. Am 26. Februar arbeitete sie selbst in der Vesperkirche mit. Für ein Kurzinterview mit Medienpfarrer Christoph Schweizer legte sie für wenige Minuten das Brotmesser zur Seite.

Staatsrätin Gisela Erler mit zwei weiteren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen [Foto: cs]

Frau Erler, wie erklären Sie sich, dass sich so viele Ehrenamtliche finden, die in der Vesperkirche mitarbeiten?


Erler: Zum einen ist Baden-Württemberg grundsätzlich das Bundesland mit den meisten Freiwilligen in allen Bereichen. 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger engagieren sich, das geht vom Sportverein bis zur Mitarbeit im Hospiz. Das ist der Reichtum unseres Landes.


Und warum arbeiten viele gerade hier in der Vesperkirche mit? 2015 waren es wieder insgesamt 800 Ehrenamtliche in der Vesperkirche!


Erler: Die Vesperkirche schafft es offensichtlich, ihre Arbeit hier so dazustellen, dass sie als sinnvoller Ort wahrgenommen wird, wo man sich gerne engagiert. Es gibt ja ein gutes Gefühl, wenn man etwas Gutes tut. Insofern gilt mein Dank den Ehrenamtlichen hier, aber auch den Verantwortlichen um Pfarrerin Karin Ott. Sie schaffen gute Grundlagen für das Ehrenamtliche Engagement. Denn: Gutes Ehrenamt braucht gutes Hauptamt!

 

Claus Schmiedel: Allen Menschen mit Respekt begegnen

 

Auch Claus Schmiedel, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, arbeitete in der Vesperkirche mit. "Hier ist eine der seltenen Gelegenheiten, wo sich alle Menschen mit Respekt begegnen", lobte der Politiker die Vesperkirche.