25.07.08

Karin Ott als Diakoniepfarrerin gewählt

Das Wahlgremium des Evangelischen Kirchenkreises Stuttgart hat gestern Abend (24. Juli) Karin Ott zur neuen Stuttgarter Diakoniepfarrerin gewählt. Die 46-Jährige ist Nachfolgerin von Martin Friz, der Ende September in den Ruhestand geht.

Ab Oktober Diakoniepfarrerin: Karin Ott (Bild: privat)

Karin Ott tritt ihre Stelle im Oktober an. „Gesellschaftsdiakonie ist eines der spannendsten kirchlichen Arbeitsfelder“ sagt die Pfarrerin. Sie freut sich darauf, mit der Leitungsebene des Kirchenkreises Strategien zu entwickeln, wie gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet werden kann. „Ich komme nicht mit fertigen Rezepten, sondern ich will mit den Beteiligten Lösungen erarbeiten“, sagt Ott, die eine Zusatzqualifikation als Systemische Organisationsentwicklerin hat.

 

Zu ihren Aufgaben in Stuttgart gehört neben der Leitung der Vesperkirche unter anderem die Gestaltung und Koordination des diakonischen Engagements des Kirchenkreises, die Platzierung diakonischer Themen in der Öffentlichkeit und die Planung neuer gesellschaftsdiakonischer Projekte.

 

Auslandserfahrung: Straßenkinder in Kapstadt

Karin Ott ist in Marbach/Neckar geboren und in Vaihingen/Enz aufgewachsen. Nach ihrem Theologiestudium in Tübingen und Hamburg lebte sie von 1989 bis 1991 in Südafrika. In Kapstadt erarbeitete sie im Auftrag und mit einem Stipendium des Ökumenischen Rates der Kirchen eine Konzeption für die Arbeit mit Straßenkindern. Später koordinierte sie als Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die entwicklungspolitische Bildungsarbeit der evangelischen Kirche.

 

Von 1997 bis 2002 war Karin Ott Gemeindepfarrerin in Herrenberg, seit 2002 ist sie Referentin der Tübinger Dekanin. In ihrem Gemeindepfarramt bildete die Diakonie einen Arbeitsschwerpunkt. So integrierte Ott Jugendliche mit geistiger Behinderung in den „normalen“ Konfirmandenunterricht. Als Referentin der Tübinger Dekanin gehörte die Mitarbeit in der strategischen und inhaltlichen Leitung des Kirchenbezirkes zu ihren Aufgaben.