24.02.16

VfB-Profis: Vom Stadion zur Essensausgabe

VfB-Profis, Vereinsführung und Vesperkirchenmitarbeiter [Foto: Monika Johna]

Heute war rot die Farbe des Tages in der Vesperkirche. So manches Fußballerherz dürfte höher geschlagen haben, als um 12.30 Uhr der Mannschaftsbus des VfB um die Ecke bog und plötzlich Trainer Jürgen Kramny, Co-Trainer Kai Oswald, Präsident Bernd Wahler, Vorstand Robin Dutt und die Profifußballer Kevin Großkreutz, Daniel Didavi, Christian Gentner, Daniel Schwaab und Timo Werner im roten Vereins-Sweater im Chorraum standen, wo sie erst einmal eine kleine Einweisung erhielten. Denn die Herren in rot waren zwar in ihrer Mittagspause gekommen, allerdings hatten sie nicht vor, diese untätig zu verbringen. Vielmehr wollten sie mithelfen. Beim Essen ausgeben, beim Getränke ausschenken, an der Kasse. So wurden heute Mittag die Gäste plötzlich von Bundesligasspielern bedient. Die hatten alle Hände voll zu tun, denn natürlich war an solch einem Tag auch das Medieninteresse groß. Das hieß: Kartoffelsalat schöpfen, Teller nach links weiterreichen an den Mannschaftskollegen, ein Autogramm für einen Gast, dann ein paar Sätze ins Mikro des Radioredakteurs, und dann wieder zurück zum Kartoffelsalat und dem nächsten Gast. Trainer Kramny ließ sich währenddessen von langjährigen VfB-Fans auf die Schulter klopfen und kassierte das Essensgeld. Selfies, Gruppenfotos, Autogramme für die Enkel, ein kurzer Plausch unter Fußballexperten - es war alles möglich.
Die Sache war gut vorbereitet, morgens hatten sich schon rund 15 VfB-Mitarbeitende ins Geschehen eingeklinkt und halfen tatkräftig mit, wo es nötig war. Auch sie im roten Sweater, was dazu führte, dass rot heute schließlich ziemlich häufig anzutreffen war und man problemlos erkennen konnte, wessen Arbeitsplatz mit Fußball zu tun hat.
Der VfB sponserte diesen Tag. Es gab also Schnitzel mit eingebranntem VfB-Signet und für jeden Gast ein VfB-Brot, 650 kleine Laibe hatte der Verein eigens für die Vesperkirche backen lassen. Nach eineinhalb Stunden im Einsatz rief der Trainer zum Aufbruch, die nächste Trainingseinheit wartete. Die außergewöhnliche Mittagspause kam gut an. "Das war eine gute Erfahrung hier", sagte Daniel Didavi beim Abschied.