22.06.09

„Sorge für Sterbende kennzeichnet humane Stadt“

Über hundert hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende, Unterstützer und Gäste feierten am Donnerstag (18. Juni) im sommerlichen Garten des Hospizes Stuttgart Sommerfest.

BU: Bunte Bänder im Garten des Hospizes erinnerten an die Verstorbenen der letzten Jahre / Bild: Schweizer

„Die hochqualifizierte und hingebungsvolle Sorge für schwerkranke und sterbende Menschen kennzeichnet eine humane Stadtgesellschaft“, sagte Stuttgarts Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch in ihrem Grußwort. Deshalb empöre es sie, wenn wie in den vergangenen Wochen „die Arbeit des Hospizes Stuttgart öffentlich diskreditiert wird“.

„Viele haben Angst, in schwerer Krankheit und im Sterben isoliert zu sein. Das Hospiz trägt dafür Sorge, dass ein ganzer Kreis von Menschen, darunter professionelle und ehrenamtliche Helfer, für die Sterbenden da ist“, sagte Prälat i.R. Martin Klumpp, Mitbegründer des Hospiz Stuttgart, am Vorabend beim Festvortrag zum 15-jährigen Bestehen des Stationären Hospizes. Dieses Netz der Hilfe ermögliche menschliche Begegnung noch am Sterbebett.

Hospizschwester Margret Füchsle bekräftigte: Die zwischenmenschliche Begegnung auch mit Schwerkranken, die sich nur noch mit Mühe verständlich machen können, stehe im Mittelpunkt. Dank des guten Personalschlüssels im Hospiz und dank vieler ehrenamtlicher Unterstützer seien die Mitarbeitenden in der glücklichen Lage, Zeit für Begegnungen und Gespräche aufbringen zu können. „So können wir die sterbenden Menschen mit allem, was sie sind – und sie sind mehr als nur ihre Krankheit! – wir können sie mit ihrer Kultur und ihrer Lebensgeschichte kennenlernen und begleiten“, sagte Füchsle.