21.01.13

Waschmittel-Geschenk für Besucher der Vesperkirche

Die Malteser haben ja schon viel gemacht und waren schon auf vielen Gebieten im Einsatz, aber das war jetzt auch neu für sie gewesen. Am vergangenen Samstag rollten die ehrenamtlichen Helfer mit ihrem 7,5-Tonner auf den Leonhardsplatz. An Bord hatten sie drei Paletten mit insgesamt 500 Flaschen Flüssigwaschmittel.

Waschmittel-Übergabe durch die Malteser [Foto: Monika Johna]

Diese hatte der Hilfsdienst von einer Waschmittelfirma überlassen bekommen, mit der Auflage, sie dorthin weiterzugeben, wo es  wirklich gebraucht wird. „Das haben wir auf jeden Fall geschafft“, sagte der stellvertretende Malteser-Stadtbeauftragte Philipp Marquardt. Nachdem sie das Angebot der Firma erreicht hatte, wandten sich die Malteser an  Karin Ott. „Wir haben so etwas auch noch nie gemacht, aber wir haben dann beschlossen, dass wir es auf einen Versuch ankommen lassen“, erklärte die Diakoniepfarrerin.


Die Aktion stieß auf großes Interesse. Kaum war der Lastwagen vor dem Tor der Vesperkirche eingetroffen, kamen auch schon die ersten Besucher, um sich eine der 3-Liter-Flaschen abzuholen. Und dann ging es erst einmal Schlag auf Schlag. Die sechs Malteser hatten alle Hände voll zu tun, um den ersten großen Andrang zu bewältigen. „Pro Person gab es ein Mal Waschmittel“, erklärte Philipp Marquardt.  So manch ein Empfänger bedankte sich sehr erfreut bei den zwei Frauen und drei Männern, die ihnen mit einem freundlichen Lächeln die Flaschen überreichten. „Das ist toll, das kann ich gut gebrauchen, ich habe jede Woche sehr viel Wäsche“, erzählte eine Mutter von vier Kindern. Älteren Menschen verstauten die Malteser die Flaschen fürsorglich in ihren Gehwagen. Bereits nach einer dreiviertel Stunde, in der die Flaschen reibungslos von einer Hand in die andere wanderten, war der Lastwagen leer.


Ihr Fitnessprogramm hatten die sechs Helfer an diesem Tag auf alle Fälle absolviert. Bereits am Vormittag stemmten sie in ihrer Zentrale in der Ulmer Straße die mit Waschmittel gefüllten Kartons und räumten diese einzeln von den Paletten im Lager in den LKW. Ihre Bilanz am Ende klang rundum zufrieden: „Wir haben das wirklich gerne gemacht, und es kam absolut an die richtige Stelle.“