17.01.11

17. Stuttgarter Vesperkirche hat begonnen

Mit einem festlichen Gottesdienst ist gestern (Sonntag, 16. Januar) zum 17. Mal die Stuttgarter Vesperkirche eröffnet worden. Bis zum 5. März verwandelt sich die Leonhardskirche in der Stuttgarter Innenstadt in einen großen Wohnraum für Menschen aus allen Schichten.

Zeichen der Solidarität: Beim Festgottesdienst wurde Brot geteilt

Neben Mittagessen für 1,20 Euro und kostenlosen Heißgetränken gibt es in der Vesperkirche viele weitere Angebote. Ärztinnen und Ärzte betreiben eine kostenlose Ambulanz, montags eröffnet im Chorraum der Kirche ein Frisörsalon, es gibt eine Band mit Gästen, Tierfutter, kostenlose Vesperpakete und eine Spielecke für Kinder.

Die Stuttgarter Diakoniepfarrerin Karin Ott sagte in ihrer Predigt, dass Regeln allein nicht für ein gutes Zusammenleben ausreichen. Darüber hinaus sei Güte notwendig. „Jeder von uns trägt tief im Herzen die Hoffnung, nicht nur nach Leistung bemessen zu werden“, so die Pfarrerin. Die biblischen Geschichten wollten das Vertrauen wecken, dass Gottes Güte allen gelte. Von dem, was Menschen zum Leben brauchen, sei eigentlich „genug für alle da“.

Pfarrer Christoph Hildebrandt-Ayasse von der gastgebenden Leonhardskirchengemeinde freut sich auf die Vesperkirche. Diese bedeutet für ihn „gelebten Glauben, tätige Hilfe, Gespür für Probleme, Öffentlichkeit für Menschen, die sonst übersehen werden, und Anstöße, etwas zu verändern“, sagte er in seiner Begrüßung. Musikalisch wurde der Eröffnungs-Gottesdienst von den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben mitgestaltet.

Die Stuttgarter Vesperkirche wurde 1995 vom damaligen Stuttgarter Diakoniepfarrer Martin Friz als erste Vesperkirche in Deutschland gegründet. Inzwischen gibt es nach Stuttgarter Vorbild 23 Vesperkirchen in Baden-Württemberg. Die Stuttgarter Vesperkirche finanziert ihren Betrieb aus Spenden. Spendenkonto: Konto 2464833 bei der BW-Bank, BLZ 60050101.

Weitere Infos, auch zur Reihe "Kultur in der Vesperkirche", finden Sie unter www.vesperkirche.de.