15.02.07

Gestatten, Oskar!

Er ist zum Liebling der Vesperkirche avanciert und füllt seine Rolle ganz ohne Starallüren aus.

Oskar Dressler, der Hund von Diakon Wolfgang Dressler, übt sich trotz seiner Beliebtheit in Bescheidenheit. Es kursieren massenhaft Handyfotos von dem schwarz-weiß gefleckten Mischling und Scharen von Schülern versuchten Hundeleckerlis an ihn zu verfüttern. Doch geduldig hört der Vierbeiner den Zweibeinern die ihn besuchen zu, lässt dich zufrieden den Pelz kraulen und hinter den Ohren tätscheln.

 

 

Dabei hatte es Oskar gar nicht darauf angelegt, so bekannt zu werden. Angefangen hatte es damit, dass Herrchen Wolfgang den Arbeitsplatz wechselte und neuerdings in der Vesperkirche zu tun hat, andererseits Oskar Herrchen immer zur Arbeit begleitet. So „residiert“ Oskar seit Beginn der Vesperkirche von morgens neun bis abends vier in der kleinen abgeteilte Ecke unter der Orgel, links vom Altar. Dort wurde der sympathische Vierbeiner schnell ausgemacht und ist zu einer Brücke für Gäste geworden, die den Kontakt zu den hauptamtlichen Diakonen noch scheuen.

 

 

Über Oskar findet Wolfgang Dressler Zugang: „Einige Gäste sind schüchtern und zurückhaltend, aber Oskar ist eine richtige Kontaktschiene“. So hat Oskar jetzt alle Pfoten voll zu tun. Und vor lauter Freundlichkeit und sich knuddeln lassen, ist er abends völlig groggy. „Er fällt zuhause nur noch ins Körbchen und pennt“, sagt Diakon Dressler.