11.01.11

Schneider kritisiert Hartz-IV-Reform

Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat zum Auftakt der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland die geplante Hartz-IV-Reform kritisiert.

Dies berichtet die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 11. Januar. „Ich sehe mit großer Sorge, dass der Staat sein ausgleichendes Handeln den Armen gegenüber vermindert, so dass die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird“, zitiert die Rundschau den Geistlichen.

 

Er habe für die auf Hartz IV angewiesenen Kinder Bildungsgerechtigkeit angemahnt. Es gehe nicht darum, nur die physische Existenz zu sichern, sondern auch um ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen politischen Leben. An die Wirtschaft habe Schneider appelliert, nicht nur Renditeinteressen im Blick zu haben, sondern auch das Gemeinwohl zu achten.