08.02.07

Gaisburger-Marsch und Holzofenbrot

In Loßburg lassen sich die Konfirmanden Jahr für Jahr was Neues einfallen, um die Vesperkirche zu unterstützen.

Die Konfirmanden aus Loßburg mit Diakonin Birgit Klein.

Fleißig waren die Konfirmanden aus Loßburg: 180 Brote hatten sie gebacken und ein großes Gaisburger-Marsch-Essen im Gemeindehaus organisiert. Der Erlös von 1.900 Euro ging an die Vesperkirche. Mit ihrem Pfarrer Eberhard Feucht reisten die Konfirmanden mit dem Zug aus dem Schwarzwald an, um einen Tag in der Vesperkirche dabeisein zu können.

 

"Wenn wir mitessen, dann nehmen wir doch anderen das Essen weg, die es viel nötiger haben?" Maximilian und seine Freunde drückt der Gedanke sehr. Es ist halb eins und die Loßburger Jugendlichen hatten sich alles über Vesperkirche erklären lassen. Jetzt geht es ans Mittagessen und die Frage "Nehmen wir anderen da nicht was weg?" steht im Raum. Diakonin Birgit Klein kann beruhigen: "Es sind genügend Essen für alle da. Hier muss niemand hungrig gehen. Es geht ja darum, Leben zu teilen und beim Essen kommt ihr mit den Gästen prima ins Gespräch." Aufatmen bei Maximilian. Nikolai bleibt noch zurückhaltend. Er mag nichts essen. Schließlich sitzt er mit Mathias und Timo an einem Tisch und kann es kaum glauben: "Es war lustig, wir haben eine Frau kennen gelernt, die mal ein Jahr lang in Loßburg gelebt hat!"

 

 

Seit einigen Jahren bereits lassen sich Konfirmandengruppen um Eberhard Feucht, Pfarrer an der Versöhnungskirche, immer wieder etwas Neues einfallen, um die Vesperkirche in Stuttgart zu unterstützen. "Wir backen das Brot zusammen mit dem Backhäusle-Verein und die Eltern haben den Konfirmanden beim Kochen geholfen."

 

 

In Loßburg ist die Vesperkirchen-Aktion eine große Gemeinschaftstat der 8.000 Einwohner. "Wir gestalten einen Gottesdienst zum Thema Vesperkirche und dieses Jahr gab es anschließend erstmals ein gemeinsames Mittagessen. Alle sind hochengagiert", freut sich Pfarrer Feucht.