05.03.12

Trainingsprogramm für genaueres Hinsehen

„Wir sind nach sieben Wochen Vesperkirche zugleich gestärkt und in die Pflicht genommen“, sagte Stuttgarts evangelischer Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich am Samstag (3. März) beim Abschlussgottesdienst der 18. Stuttgarter Vesperkirche. In seiner Predigt bezeichnete er die Vesperkirche als „Trainingsprogramm für genaueres Hinsehen“.

Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich / Foto: Olaf Krüger

Wenn beispielsweise das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit diskutiert werde – „wir kennen die Menschen, von denen die Rede ist. Wir haben mit ihnen gegessen und ihnen in die Augen geschaut“, so Ehrlich. Die Vesperkirche sei eine Chance, dass Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen einander besser kennenlernen, denn „hier begegnen sich Menschen, die sich an den anderen zehn Monaten des Jahres so nicht begegnen“. In der Vesperkirche werde damit auch deutlich, dass es der Gesellschaft trotz guter Wirtschaftslage an Gerechtigkeit mangle.


Die Vesperkirche vernetzt Menschen, die helfen wollen. „Wer sind eigentlich die wirklich Beschenkten in der Vesperkirche, die Gäste oder die Gastgeber?“ fragte der Stadtdekan. Seine Antwort: „Alle zusammen, als Gäste im Haus Gottes.“

 

Die Stuttgarter Vesperkirche 2012 ist zu Ende, die 19. Vesperkirche beginnt am 13. Januar 2013. Mehr Infos unter www.vesperkirche.de.