05.02.13

Hier ist mitsingen ausdrücklich erwünscht

„rahmenlos und frei“, die Vesperkirchen-Band, sorgte am 3. Februar in der bis auf den allerletzten Platz voll besetzten Leonhardskirche für phantastische Stimmung.

Phantastische Stimmung mit "rahmenlos & frei" [Foto: Monika Johna]

Beim Kulturprogramm der Esslinger Vesperkirche, beim Festakt anlässlich des Bürgerpreises im Porschemuseum, im Theaterhaus bei Nacht der Lieder – und jetzt wieder hier in der Vesperkirche: „rahmenlos und frei“, die Vesperkirchen-Band, die sich vor drei Jahren hier gegründet hatte, hat mittlerweile eine stattliche Anzahl an Auftritten gesammelt. Am vergangenen Sonntag sorgten die Musiker wieder in der bis auf den allerletzten Platz voll besetzten Leonhardskirche für phantastische Stimmung.


„rahmenlos und frei“ gehören hierher, und es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis der ganz besonderen Art, ihren Auftritt in der Vesperkirche vor heimischem Publikum mitzuerleben. Die 20 Sänger und die vierköpfige Band mit Entertainer Roland Baisch unter der Leitung von Fuenf-Sänger Patrick Bopp werden an diesem Nachmittag begeistert empfangen, sie werden reichlich beklatscht und bejubelt.


Diakoniepfarrerin Karin Ott, Ralf Püpcke und Roland Baisch hatten im Januar 2010 die Idee einer Vesperkirchenband initiiert. „Vesperkirche, das bedeutet Gemeinschaft und Begegnung auf Augenhöhe, hier soll sich jeder mit seinen Talenten, Fähigkeiten und Ideen einbringen können“, sagt Karin Ott zum Auftakt des stimmungsvollen Konzerts und ergänzt erfreut: „Die besten Botschafter für diese Überzeugung sind die Mitglieder des Chorprojekts.“

 

Und diese Botschafter haben eindeutig etwas zu sagen. Alt und jung, bunt geschmückt oder dezent gekleidet, ganz verschieden und doch als eine gemeinsame Band stehen sie vor dem Altar auf der Bühne und geben vollen Einsatz. Jeder hat seinen Solo-Einsatz, jeder ist Chor im Hintergrund, jeder schmettert den Refrain, alle zusammen machen sie tolle Musik,. Sie haben alte, schon bekannte Stücke im Gepäck und haben neu sechs weitere Stücke einstudiert.

 

Joe Cockers „Unchain my heart“ zum Auftakt weckt erste Begeisterung. Im Anschluss an einen kurzen Abstecher nach Italien zu den gut bekannten Caprifischern mit „Bella, bella bella Marie“ geht  es zu „You are so beautiful“ – ohne Mick Jagger, aber mit „rahmenlos und frei“, die das Solo ihres Sängers als Backgroundchor wunderbar unterlegen. Mit Gänsehautgefühl folgt schließlich das „Halleluja“, zu dem nicht nur die Menschen vorne auf der Bühne ihre hochgereckten Arme weich im Takt der tragenden Musik schwingen.

 

Christian ist schon von Anfang an dabei und genießt die Auftritte in vollen Zügen. „Es macht einfach großen Spaß“, erklärt er im Anschluss. Immer wieder kommen da Freunde und Fans zu ihm nach vorne in den Chorraum und klopfen ihm anerkennend auf die Schulter. „Du warst wieder einsame spitze!“, sagt einer und umarmt ihn.

 

Mitmachen ist gewünscht, und immer wieder ermutigen die Musiker ihr Publikum ausdrücklich dazu. „Ihr sollt mitsingen!“, rufen sie zwischen den Liedern, und es zeigt sich auch ein Erfolg: Zu „Aber bitte mit Sahne“ wird von vielen Händen im Takt geklatscht und die Zuhörer singen das sahnige Echo.

 

„rahmenlos und frei“ ist die Band aus der Vesperkirche, und an diesem Abend wieder für die Vesperkirche. Dass die Botschaft all der Noten, Gesten und Texte ankommt, ist an den strahlenden Gesichtern ringsum fraglos zu sehen. „Ich hoffe, Ihr nehmt das Motto des nächsten Liedes mit nach Hause!“, ruft Tina und schon füllt sich der Kirchenraum mit Südsee-Reggae-Klängen: „One love, one heart, let’s get together and feel alright“. Da gab es nur eines, die Menge war sich einig: Zugabe!