04.12.13

Diakonie-Dekan Käpplinger vermisst Impulse gegen Langzeitarbeitslosigkeit

"Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD fehlen Impulse zur Beseitigung von Langzeitarbeitslosigkeit, zur Überwindung von Armut und deren Tendenz zur Verfestigung“, sagte der Stuttgarter Diakoniedekan Klaus Käpplinger.

Über 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind akut von Armut bedroht, Tendenz leicht steigend. „Leider müssen wir als Kirche feststellen, dass auch im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD Impulse zur Beseitigung von Langzeitarbeitslosigkeit, zur Überwindung von Armut und deren Tendenz zur Verfestigung, aber auch zur Verhinderung von wachsender Altersarmut fehlen“, sagte der Stuttgarter Diakoniedekan Klaus Käpplinger im Vorfeld der bevorstehenden Stuttgarter Vesperkirche. Vom 19. Januar bis 8. März 2014 wird die Vesperkirche in der evangelischen Leonhardskirche zum 20. Mal ihre Pforten öffnen.

1995 wurde zum ersten Mal in Stuttgart diese Bleibe auf Zeit angeboten. Mittlerweile gibt es in Baden-Württemberg 26 Vesperkirchen. Mit der Idee der Vesperkirche wird es alljährlich möglich, dass sich unterschiedlichste Menschen auf einer gemeinsamen Ebene begegnen, ins Gespräch kommen, miteinander essen. „Vesperkirche ist in ganz vielen Köpfen, Herzen und Händen der Bürger in Stuttgart“, erklärte Diakoniepfarrerin Karin Ott. Diese Erfahrung gebe den Gästen dort Kraft, ihr Leben zu bewältigen. Rund 800 Ehrenamtliche werden in diesem Jahr mitarbeiten, täglich geben die Mitarbeiter 600 Essen aus. Die Stuttgarter Vesperkirche finanziert sich allein über Spenden. 250 000 Euro werden hierzu in diesem Jahr benötigt, rund die Hälfte ist schon beisammen.