04.02.16

Brigitte Lösch und Volker Beck besuchen die Vesperkirche

Diese Woche hat die Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Volker Beck die Vesperkirche besucht.

Brigitte Lösch und Volker Beck im Gespräch mit Diakoniepfarrerin Karin Ott in der Magdalenenkapelle

Beim Rundgang durch die Leonhardskirche mit Diakoniepfarrerin Karin Ott erkundigten sich die beiden Besucher nach aktuellen Entwicklungen und Problemen.
„Mit welcher Art Krankheiten kommen die Gäste hauptsächlich hierher?“, wollte Volker Beck wissen, als die Besuchergruppe in der Magdalenenkapelle angelangt war. Die Magdalenenkapelle wird während der Vesperkirche als Behandlungsraum genutzt, in dem Ärzte jeden Nachmittag Vesperkirchengäste behandeln. Die Gäste kommen vor allem mit Verletzungen aller Art, Hautkrankheiten, Diabetes und Bluthochdruck zu den Ärzten. Bei obdachlosen Menschen, die chronische Krankheiten haben, ist die medizinische Versorgung nicht ganz einfach. „Da kommt die medizinische Betreuung an ihre Grenzen, denn diese benötigen regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente“, erklärte Karin Ott.  „Vielleicht könnte man ja spezielle Praxen für die chronisch kranken Menschen ohne festen Wohnsitz finden “, schlug Brigitte Lösch vor. Beim gemeinsamen Mittagessen an einem der Tische mitten im Geschehen beschäftigte sich die Gruppe mit den Gemeinden vor Ort. „Was wir brauchen, sind Begegnungsmöglichkeiten über das ganze Jahr hinweg. Das sollte in jedem Stadtteil umgesetzt werden, die Kirchengemeinden könnten ihre Räume zur Verfügung stellen und so Orte der Begegnung und des Dialogs anbieten. Die Kirchengemeinden sollten ihre Kirchen öffnen und rausgehen, sie sollten sich fragen, was ihre Aufgaben sind und wozu ihre Gemeindehäuser da sind“, sagte die Politikerin. Man sei dabei, in den Kirchengemeinden einen Diakoniesonntag anzuregen, an dem sich die Kirchengemeinden beispielsweise für alle Menschen im Stadtteil öffnen könnten, erzählte Diakoniepfarrerin Karin Ott. Freilich sei hier noch einige Überzeugungsarbeit nötig, um die Idee eines gemeinsamen Ortes vor Ort, an dem Arm und Reich einander begegnen, in den Kirchengemeinden zu platzieren.