02.03.13

"Hier wird Armut sichtbar"

Mit einem festlichen Gottesdienst endete am Samstag, 2. März die 19. Stuttgarter Vesperkirche. „Mit der Vesperkirche setzen wir das Thema Armut und Ausgrenzung auf die Tagesordnung der Gesellschaft. Hier wird sichtbar, was in unserer Stadt meist nur verborgen und unsichtbar stattfindet“, sagte der Stuttgarter Diakonie-Dekan Klaus Käpplinger in seiner Predigt.

Es sei besorgniserregend, wenn die Solidarität beispielsweise von Gesunden mit Kranken oder von Kinderlosen mit Familien zunehmend in Frage gestellt werde. Wie gut es dem Gemeinwesen gehe, hänge nicht in erster Linie von Börsenkursen ab, sondern „von der Grundhaltung, in der wir miteinander umgehen“.


„Unsere Vesperkirche geht heute zu Ende. Gottes Gerechtigkeit und Güte hat kein Ende. Das feiern wir in diesem Gottesdienst“, sagte die Leiterin der Vesperkirche, Diakoniepfarrerin Karin Ott, in ihrer Begrüßung. Neben festlicher Orgelmusik spielte die gefeierte Vesperkirchenband „rahmenlos & frei“ einige ihrer Songs.


2013 wurden in sieben Vesperkirchenwochen rund 30.000 Portionen Mittagessen ausgegeben, ungefähr gleich viel wie im Vorjahr. Insgesamt arbeiteten 650 freiwillige Helferinnen und Helfer mit – das ist ein neuer Rekord. Die nächste Vesperkirche geht von 19. Januar bis 8. März 2014.