02.03.07

Frau Gosch und ihr rollendes Büro

Es sieht immer ein klein wenig so aus, als ob sie in die Vesperkirche einzieht.

Ingeborg Gosch, Sekretärin im Diakoniepfarramt, erscheint als eine der ersten am Morgen in der Kirche. Hinter sich zieht sie ihre „Karre" – eine Art Rucksack auf Rädern – durch den Mittelgang, legt vor dem Altar eine elegant geschwungene Rechts- oder Linkskurve hin, zielt schnurgerade auf die Magdalenen-Kapelle zu und verschwindet darin.

 

Stunden später dasselbe Spielchen zurück. Und alle fragen sich: Was war geschehen und was ist bloß in dieser „Karre"?

Kaum traut sich die Redaktion das Geheimnis zu lüften: Es sind ... Akten. „Briefe und Emails, die im Büro in der Gymnasiumstraße auflaufen, Anfragen und Rechnungen, die unterschrieben werden müssen", nickt Frau Gosch. Früher, sagt sie, habe sie sich die Unterlagen noch in den Rucksack und sich diesen auf den Rücken gepackt und sei hergelaufen. Jetzt allerdings bevorzugt die Sekretärin ihr „rollendes Büro

". So ist sie jeden Tag unterwegs und doch immer „im Büro".