Stärkung für Körper und Seele

© Monika Johna

Sieben Wochen war die Vesperkirche wieder ein Zuhause auf Zeit. Unter dem Dach der Leonhardskirche kamen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammen und teilten für eine Zeit lang ein Stück Leben miteinander, ließen einander teilhaben an ihren Gaben, an dem, was ihnen Freude macht und dem, was ihnen Sorge bereitet.  "Gemeinsam an einem Tisch" lautete das Motto des diesjährigen Abschlussgottesdienstes.Rund 870 Ehrenamtliche wirkten in der Saison 2019 mit.

Die Vesperkirche Stuttgart öffnet ihre Pforten wieder im kommenden Jahr, am Sonntag, 19. Januar 2020.

Diakoniepfarramt Stuttgart
Pfarrerin Gabriele Ehrmann
Pfarrstraße 1, 70182 Stuttgart
Telefon: 0711 46908910
E-Mail: Gabriele.Ehrmanndontospamme@gowaway.elkw.de

 

Das ganz Jahr über gibt es viele Anlaufstellen in Stuttgart für Menschen, die bedürftig sind. Zum Beispiel die Tafelläden. So werden in Deutschland 1,5 Millionen Menschen unterstützt. Die erste Tafel entstand in Berlin 1993.

Brot von gestern, Joghurt, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum in wenigen Tagen erreicht ist, oder nicht verkauftes Obst und Gemüse, das alles sind Lebensmittel, die bei uns auf dem Müll landen würden. Auf der anderen Seite gibt es in Stuttgart und Umgebung ca. 66 000 Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben. Die Schwäbische Tafel Stuttgart e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensmittel einzusammeln und in eigenen Tafelläden an bedürftige Menschen gegen einen kleinen Kostenbeitrag weiterzugeben.

Vor kurzem wurde bei der Tafel getafelt: ein Dinner Sozial im Tafelladen an der Hauptstätter Straße.

Martin Tertelmann von der Neuen Arbeit schreibt:

Schon immer haben Mahlzeiten die Menschen überall auf der Welt zusammengeführt. So auch Mitte Mai im Tafelladen in Stuttgart Mitte. Knapp 25 Personen haben sich zum gemeinsamen Kochen und Tafeln in der Tafel zusammengefunden.

„Toll war´s, das machen wir auf jeden Fall noch einmal“, so Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann. Geladen waren Mitarbeitende und Kunden aus dem Tafelladen, Mitarbeitende aus der Diakonie und Mitglieder aus den umliegenden Kirchengemeinden. „Wir wollten Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten zusammenzubringen, die sich sonst selten treffen und das ist uns gelungen“, so Martin Tertelmann von der Neuen Arbeit.

Rolf Kaltenberger, gelernter Koch und sonst verantwortlich für die Sozialkaufhäuser der Neuen Arbeit, führte Regie in der kleinen Tafel- Küche. Dort wo täglich tonnenweise Gemüse sortiert werden, wurde das Essen vorbereitet. Nicht ganz leicht war es, das Menü festzulegen, denn es sollte mit dem, was an diesem Tag an Lebensmitteln in der Tafel zur Verfügung stand, ein leckeres Menü gezaubert werden. Man könnte es auch als Kochimprovisation auf höchstem Niveau bezeichnen, was die kochkreativen Teilnehmenden dann in gut zwei Stunden mit Schnippeln, Brutzeln, Braten und Kochen auf die Tafel brachten. Frischer Salat mit Pilzragout, delikate Rinderhacksteaks, frittierte Hähnchenschenkel, Gurkensalat vom Feinsten, vegetarisch-iranisches mit frittierter Pfefferminze von Tafelladenkoch Madjid „keine-Ahnung-was-da-drin-war-aber-es-schmeckte-höllisch-gut“, ein Obstsalat mit allem was die Tafel an diesem Tag am Start hatte und zart geschmurgeltes Paprika-Kartoffeln-Ofengemüse. „Es war ganz leicht und entspannt, alle waren gut dabei und haben sich wohlgefühlt“, so Ingrid Poppe, Projektleiterin der Schwäbischen Tafel.

Was folgte war keine Schlacht am Kalten, sondern ein Fest am Warmen Buffet im Verkaufsraum der Tafel mit Tischreden und guten Gesprächen.

Wer hatte die Idee zu diesem außergewöhnlichen Event? Die Denkfabrik der Neuen Arbeit hat schon zwei sogenannte Dinner Sozial durchgeführt, wollte die Idee weiterführen und arme Menschen mit Mitgliedern aus Kirchengemeinden zusammenzubringen. Gabriele Ehrmann fand Gefallen an der Idee und brachte als neue Vorständin der Schwäbischen Tafel die Lokalität ins Spiel, und sprach Interessierte aus Kirchengemeinden an. Ingrid Poppe von der Schwäbischen Tafel trug schon lang den Wunsch mit sich, die Mitarbeitenden der Tafel in Punkto „Gesunde Ernährung“ nach vorn zu bringen.

Wider die Spaltung der Gesellschaft saßen Menschen miteinander am Tisch, deren Wege sich sonst eher nicht kreuzen.

Es wird hoffentlich Wiederholungen dieser außergewöhnlichen Tafelrunde in der Tafel geben mit neuen Gästen, mit neuen überraschenden Begegnungen und einem echten Überraschungsmenü, dass erst unmittelbar vor dem Kochen aus dem kreiert wird, was die Tafel an diesem Tag hergibt.  

 

 

 

Die Vesperkirche finanziert sich aus Spenden.
Jährlich werden rund 350.000 Euro benötigt.

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