Neue Adresse ab 10. Mai 2021

Wir ziehen um!

Ab dem 10. Mai 2021 finden Sie uns in der

Christophstr. 35

70180 Stuttgart

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Die Vesperkirche 2021 ist beendet

Die Vesperkirche Stuttgart 2022 beginnt am Sonntag, 16. Januar 2022.


So können Sie helfen:

Die Vesperkirche Stuttgart finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Jedes Jahr sind rund 350.000 Euro erforderlich. Damit Menschen am Rande der Gesellschaft in der kalten Winterzeit versorgt werden können, benötigt die Vesperkirche Stuttgart Ihre Spende.

Spendenkonto der Vesperkirche Stuttgart

IBAN: DE05 6005 0101 0002 4648 33

BIC: SOLADEST600

Für jede Spende wird eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse beim Onlinebanking oder auf dem Überweisungsträger an.

 

"Danke für Ihr Kommen!"

© ajo

Mit einem Gottesdienst ist die Vesperkirche 2021 zu Ende gegangen. „Welch eine Freude, dass unsere Gäste sieben Wochen lang täglich und bei jedem Wetter gekommen sind!“, sagte Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann, als sie die Gottesdienstbesucherinnen- und besucher begrüßte. Und auch die Ehrenamtlichen hätten trotz den coronabedingten Herausforderungen wieder mitgeholfen, hob sie hervor. „Danke für Ihren klasse Einsatz und Danke den Gästen für ihr Kommen!“
Eine tolle neue Erfahrung sei die ökumenische Vesperkirche gewesen, bei der man Hand in Hand mit den anderen Partnern zusammengearbeitet habe, erklärte Gabriele Ehrmann. Basierend auf den dezentralen Essensausgaben an zwei katholischen Kirchen, bei der Bahnhofsmission und der Evangelischen Gesellschaft fand dieses Mal zum ersten Mal solch ein reges ökumenisches Miteinander statt.
Auch der Abschluss-Gottesdienst war geprägt vom Miteinander. Die Predigt hielt Prälatin Gabriele Arnold, für Liturgie und Fürbitten sorgten Diakoniepfarrerin Ehrmann und das Team der Diakoninnen und Diakone sowie Christof Doll, Pfarrer der Leonhardskirche, und Diakoniedekanin Elke Dangelmaier-Vinçon. Und wie bereits beim Eröffnungsgottesdienst kamen auch zum Abschluss wieder die Vertreter aller fünf Essensausgabestellen in die Leonhardskirche. Die Vesperkirche 2021 war anders. Vieles, was die Vesperkirche ausmacht, konnte dieses Jahr leider nicht angeboten werden. Aber sie fand statt. Und manches entstand sogar neu.


"Vesperkirche ist eine tolle Aktion"

© ajo

Auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann ist wieder mit dabei gewesen und half mit beim Essen austeilen. „Vesperkirche ist eine tolle Aktion und es ist sehr wichtig, dass es dieses Angebot in Corona-Zeiten gibt“, sagte er, während er sich eine Papiertüte schnappte und mit einem freundlichen „Guten Appetit“ durch den Spalt im Plexiglasfenster der Essensausgabe schob. Wenn er hier mit seiner Anwesenheit helfen könne, dann mache er das sehr gerne, erklärte der Politiker. Außerdem nehme er jedes Mal wieder viel an Erfahrung mit. Ihm sei es wichtig, auch die Schattenseiten des Lebens zu sehen und er sei beeindruckt, wie dankbar die Leute für die Unterstützung durch die Vesperkirche seien. Für 2022 ist sein Engagement in der Vesperkirche schon gesetzt. „Ich komme nächstes Jahr wieder“, sagte er zum Abschied.

Muhterem Aras hilft mit

© ajo

Trotz eng getaktetem Zeitplan ist Muhterem Aras auch dieses Jahr wieder zum Helfen vorbeigekommen. „Die Vesperkirche ist wichtig. Es ist toll, dass sich hier so viele Menschen beteiligen. Ich freue mich sehr, dass ich ein Teil dieser engagierten Gemeinschaft sein kann und komme jedes Jahr gerne, um mitzuhelfen“, sagte sie im Gespräch mit Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann und mehreren Ehrenamtlichen. Dann ging es auch schon an die Arbeit. Flugs die Schürze umbinden und Tüten ausgeben. Im Zusammenspiel mit den beiden Ehrenamtlichen Anita und Reinhold Schöndorfer lief das wie am Schnürchen.

 

"Ganz schön stressig hier!"

© ajo

Auch dieses Jahr ist der VfB in die Vesperkirche gekommen. Trotz Corona und vereinsinterner Querelen. Allerdings mit kleinem Tross und ohne Mannschaftsbus. Die Vorhut bildeten die 450 VfB-Brote, die Bäckermeister Mühlhäuser, von den VfB-Mannen liebevoll ‚Mühli’ genannt, aus seiner Backstube in Heubach persönlich in der Vesperkirche anlieferte. Dann folgten Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt, begleitet von drei VfB-Mitarbeitenden, die den Besuch in Ton und Bild festhielten. Nach ersten Erläuterungen zur Vesperkirche ging es gleich zur Sache, das heißt zur Essensausgabe in die Magdalenenkapelle. Box um Box füllte Präsident Vogt, Tüte um Tüte wanderte durch die Hände von Thomas Hitzlsperger zu den Gästen. Es lief rund in der Kapelle, während die Vesperkirchen-Ehrenamtlichen dafür sorgten, dass die Schlagzahl auf hohem Level blieb und die neuen Helfer ins Schwitzen kamen. „Ganz schön stressig hier!“, stellte der Präsident fest, für den es absolute Ehrensache ist, in der Vesperkirche dabei zu sein. „Die Vesperkirche ist zentraler Bestandteil unseres sozialen Engagements und wir haben keine Sekunde überlegt, uns dieses Mal nicht zu beteiligen“, fügt VfB-Mitarbeiterin Christine Potnar an. Die gezwungenermaßen daheim gebliebenen Kolleginnen und Kollegen bedauerten sehr, dass sie dieses Mal nicht mitkommen konnten. Auch für Thomas Hitzlsperger war der Einsatz in der Vesperkirche keine Frage. „Es gibt Bedarf zu helfen und ich bin froh, dass wir hier einen Beitrag leisten und die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Armut lenken können“, sagte er. Querelen hin oder her, am Ende konnten die Vesperkirchen-Ehrenamtlichen ihren neuen Helfern ein gutes Zeugnis ausstellen. Nahtlos hatten die prominenten Mitarbeiter sich eingefügt. Zumindest in diesem Team lief es wie geschmiert.

Süßies für die Wundertüte

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Emre Kizigül (2.v.l) hat einen ganzen Schwung Süßigkeiten in der Vesperkirche vorbeigebracht

Eine Box mit einem warmen Mittagessen, Besteck aus Holz, eine Serviette, ein Obst oder ein Joghurt, ein Segenskärtchen, ein Süßie – und fertig ist die Wundertüte! Täglich können sich die Gäste ein Essen-to-go an der Leonhardskirche abholen. Ein Highlight ist dabei die kleine Süßigkeit, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in die Papiertüten gepackt wird. Einen ganzen Schwung solcher Süßigkeiten hat nun Emre Kizigül vorbeigebracht, er ist Abteilungsleiter für die Lebensmittel in der Metro Korntal. Unzählige Nikoläuse und Bonbons sind aus seinem Fahrzeug in die Leonhardskirche gewandert, alles Ware, die noch über ein Jahr haltbar ist. Etliche Packungen kleinverpackte Süßigkeiten und Weihnachtsware hat Metro vergünstigt an die Vesperkirche abgegeben - so dass die Papiertüten auch weiterhin zu einer Wundertüte werden können. Ganz herzlichen Dank hierfür!

Jedem Menschen seine Chance

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Manch ein Gast hat heute sein Essenspaket persönlich von Oberbürgermeister Frank Nopper überreicht bekommen. Zusammen mit seiner Ehefrau Gudrun Weichselgartner–Nopper kam er in die Vesperkirche. Die beiden legten gleich beim Antrittsbesuch selbst Hand an.
Während das Stadtoberhaupt draußen die Essenspakete in Empfang nahm und den Gästen überreichte, übernahm Gudrun Weichselgartner-Nopper auf der anderen Seite der Plexiglasscheibe in der Magdalenenkapelle die Essensausgabe.
Zuvor hatten die prominenten Besucher bereits zusammen mit Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann und ein paar haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden über das Konzept der Vesperkirche und weiteren Möglichkeiten der Unterstützung gesprochen. „Zu uns kommen Alleinerziehende, Rentner und Langzeitarbeitslose. Vielleicht wäre es ja gut, die Vesperkirche stärker mit dem Jobcenter und dem dritten Arbeitsmarkt zu koppeln“, schlug Gabriele Ehrmann vor. Der Oberbürgermeister und seine Ehefrau zeigten sich sehr interessiert und offen für Ideen, um bedürftigen Menschen zu helfen. Als Oberbürgermeister wünsche er sich, dass Stuttgart leuchtet, erklärte Frank Nopper. „Stuttgart leuchtet, wenn viele Menschen in dieser Stadt glücklich sind und gut in ihr leben können, wenn jeder eine Chance hat, sich zu entwickeln und demjenigen, der unverschuldet in Not geraten ist, auch geholfen wird.“ Er werde auf jeden Fall wiederkommen, versprach der Oberbürgermeister zum Abschied.
Und was nahmen die beiden mit von ihrem Besuch? Zum einen Mützen mit dem Vesperkirchenlogo. Zum anderen positive Eindrücke und Begeisterung. „Die Ehrenamtlichen sind supernett. Solche engagierten Leute brauchen wir“, sagte Gudrun Weichselgartner-Nopper. Auch Frank Nopper zeigte sich angetan: „Ich habe einen sehr guten Eindruck. Die Menschen benötigen das Angebot der Vesperkirche, und zwar nicht nur das Essen, sondern auch die Zuwendung und Wärme, die es hier gibt.“


Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann und Oberbürgermeister Frank Nopper

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Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann und Oberbürgermeister Frank Nopper

Ehrenamtliche im Gespräch mit dem Oberbürgermeister

Ehrenamtliche im Gespräch mit dem Oberbürgermeister

Und wieder ist die Suppenschüssel gut gefüllt

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Gabriele Ehrmann, Hans Ulrich Scholpp und Nilgün Tasman mit der Suppenschüssel

Normalerweise laden Nilgün Tasman und Hans Ulrich Scholpp jedes Jahr zugunsten der Vesperkirche zu einem Benefizabend, im Laufe dessen sie für die Spenden der Gäste die Suppenschüssel kreisen lassen. Dieses Jahr ist bekanntlich alles anders, auch in diesem Fall. Das Tischlein konnte nicht gedeckt werden, das hielt Nilgün Tasman und Hans Ulrich Scholpp jedoch nicht davon ab, wieder für die Vesperkirche Geld einzusammeln. Sie rührten fleißig die Werbetrommel. Mit beachtlichem Erfolg. Die Freunde und Förderer halten der Vesperkirche und der Benefizaktion Tischlein deck dich auch in diesem Jahr die Treue und spenden für den guten Zweck, auch ohne Benefizabend. So kamen 9.060 Euro zusammen, die Nilgün Tasman und Hans Ulrich Scholpp nun an Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann übergaben. Vielen Dank den beiden und allen Spenderinnen und Spendern für die tolle Unterstützung!

Cem Özdemir in der Vesperkirche

Cem Özdemir verpackt in der Vesperkirche Essen in Essensboxen

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Cem Özdemir spricht an der Essensausgabe mit einem Gast

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Dem Wort „normal“ kann Cem Özdemir nichts abgewinnen – zumindest an diesem Mittag in der Vesperkirche nicht. Denn „normal“ aus dem Munde der Gäste oder der Ehrenamtlichen heißt in dem Fall Linsen und Spätzle mit Würstchen aus Schwein. Die Linsen mit Veggiewurst, die wären dann also unnormal. Schmunzelnd kommentiert der Bundestagsabgeordnete die Namensgebung, während er eine Essensbox verschließt, in eine Papiertüte packt und das „Essen to go“ mit einem freundlichen „bitteschön und guten Appetit“ durch das Fenster der Magdalenkapelle nach draußen an den wartenden Herrn reicht.
Nahtlos passt er sich in das Team ein, Hand in Hand werden die Essensboxen gefaltet, das Essen geschöpft, verpackt und schließlich ausgegeben. Am Anfang dieser eingespielten Prozedur steht immer die entscheidende Frage: mit Fleisch oder vegetarisch – normal oder ohne Fleisch?
Immerhin auf diesem Weg kann Cem Özdemir auch mit den Gästen kurz ins Gespräch kommen, denn der direkte Kontakt fällt pandemiebedingt dieses Mal aus. Einige erkennen den Politiker auch hinter Plexiglas und nutzen die Gelegenheit, um ein paar Worte mit ihm zu wechseln, eine Frage zu stellen oder etwas zu erzählen, was ihnen auf der Seele liegt.  
Cem Özdemir kommt jedes Jahr in die Vesperkirche und arbeitet mit. Seit wie vielen Jahren, das weiß er schon gar nicht mehr. Das sei auch nicht wichtig. „Ich komme, um mich zu erden“, sagt er. Und er nehme Eindrücke mit für seine Arbeit als Politiker. Keine Frage, dass er auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wird - das wiederum ist ganz normal.

Tolle Sammelaktion für die Vesperkirche

© CVJM Holzgerlingen

Gleich zu Beginn des Jahres haben die Mitglieder des CVJM Holzgerlingen der Vesperkirche ein tolles Geschenk gemacht. Sie haben den gesamten Erlös ihrer Christbaumsammelaktion von sage und schreibe 11.222,80 Euro an die Vesperkirche gespendet. Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann freute sich sehr über die beeindruckende Summe und die großartige Solidarität mit den Vesperkirchengästen. „Diese Spende hilft uns, die rund 30.000 Essen zu finanzieren, die wir auch dieses Jahr wieder an unsere Gäste ausgeben werden“, sagte sie, als sie vom 1. Vorsitzenden des CVJM, Sebastian Schill, den Scheck überreicht bekam.
Alljährlich sammeln die Holzgerlinger CVJMler die ausgedienten Christbäume in der gesamten Stadt ein. Den Erlös aus den Spenden lassen sie immer einem guten Zweck zugute kommen.
Dieses Jahr war es zunächst fraglich, ob die Sammelaktion pandemiebedingt überhaupt stattfinden könne. Aber die CVJMler ließen sich nicht aufhalten. Sie entwickelten ein Hygienekonzept und gingen mit Mund-Nasen-Schutz durch die Straßen, um die Bäume einzusammeln. Trotz der widrigen Umstände haben es die fleißigen Helferinnen und Helfer sogar geschafft, eine Rekordsumme einzufahren und das Vorjahresergebnis von 9070 Euro zu toppen. Welch ein gelungener Start ins neue Jahr!



Vitamine für die Vesperkirche

© G. Ehrmann

Viele Menschen unterstützen die Vesperkirche, und das auf ganz vielfältige Art. Eine ganz besonders vitaminreiche Spende überbrachte Gabriele Wahl. Sie schenkte der Vesperkirche eine riesige Menge an Mandarinen und Blutorangen. "Damit die Gäste gesund bleiben", sagte sie bei der Übergabe. Die  Früchte kommen direkt aus Italien und sind eine willkommene Ergänzung zu den warmen Mahlzeiten, die die Vesperkirchen-Gäste jeden Tag mitnehmen können. "Ganz herzlichen Dank für diese tolle Spende!", freute sich Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann, als sie die Obstkisten in Empfang nahm.

Ein besonderes Licht in besonderer Zeit

© ajo

Heinz Rittberger von der Leonhardsgemeinde

Kerzen gehören schon seit der ersten Stunde zur Vesperkirche. Dafür sorgt alljährlich Heinz Rittberger. Er war viele Jahre Kirchengemeinderat in der Leonhardsgemeinde, ist überzeugter Unterstützer der Vesperkirche und Inhaber von „Seifen-Lenz“, einem Geschäft in unmittelbarer Nähe der Leonhardskirche, das zahlreiche Kerzen im Sortiment führt.
Üblicherweise wurden in der Vergangenheit zum Auftaktgottesdienst der Vesperkirche entweder Brote ausgeteilt – oder, wie im vergangenen Jahr, Kerzen entzündet, um das Licht weiterzugeben. „Mit Licht hat man immer was gemacht“, erinnert sich Heinz Rittberger.

Der passende Spruch ...

Dieses Jahr war pandemiebedingt vieles nicht möglich und Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann überlegte, welches hoffnungsvolle Symbol es denn trotzdem geben könnte. „Wir konnten ja nur wenige Menschen direkt am Gottesdienst teilhaben lassen“, erläutert sie. Da kam der Vorschlag von Heinz Rittberger wie gerufen, eigens eine Vesperkirchenkerze herzustellen. Gesagt, getan. Entstanden ist ein liebevoll gefertigtes Kunstwerk. Unten am Sockel steht „Vesperkirche 2021“, für die Mitte haben Gabriele Ehrmann und Heinz Rittberger jenen Satz ausgewählt, der in den ersten Jahren auf den Tassen der Vesperkirche aufgedruckt war: „Auch wenn sonst kein Hahn nach mir kräht .... Gott weiß, dass ich da bin. Das genügt mir.“ „Die Lebensumstände vieler unserer Gäste sind durch die Pandemie noch schwieriger geworden und auch das Angebot der Vesperkirche kann dieses Jahr nicht so unterstützend stattfinden, wie wir uns das wünschen. Da fanden wir den Spruch sehr passend“, sagt die Diakoniepfarrerin.

... und der ideale Kerzenständer

Kerzenstifter Heinz Rittberger ist nicht nur langjähriger Kirchengemeinderat, er ist auch ein versierter Kenner - wenn nicht der versierteste Kenner - der über 500 Jahre alten Leonhardskirche. Keine Stiege, die er nicht schon hunderte Male erklommen hätte, keine Mauer, deren im Laufe der Jahrhunderte gesammelte Kratzer und Einkerbungen er nicht erklären könnte und kein Gefäß, dessen Historie er nicht parat hätte. So fiel ihm angesichts der Kerze denn auch sofort die passende Halterung ein. Im Arsenal der Kirche gebe es zwei Kerzenständer, erinnerte er sich. Der Metaller Hermann Emminger stellte die Leuchter vor 25 Jahren für die Leonhardskirche her. In einen der beiden Kupferteller gravierte er „Vergelt’s Gott und Dank an Ihre Vesperkirche 1996“. Damit war klar, dass es dieser Kerzenständer für die Vesperkirchenkerze sein muss“, erklärt Heinz Rittberger. Beim Eröffnungsgottesdienst hat er die Kerze zum ersten Mal entzündet. „Ich habe 28 normale Gottesdienste mitgemacht. Dieses Mal war es eben ein ganz anderer“, sagt Heinz Rittberger. Ohne Kerzen entzünden, ohne Licht weitergeben. Aber die Vesperkirchenkerze, die leuchtet nun jeden Tag vom Altar aus.

Brotspende für die Vesperkirche - Danke!

Eine wundervoll nährende Brotspende vom Haldenhof Walter und Linda Schwaiger aus Filderstadt-Plattenhardt!

400 Brote wurden am Montag im Hofladen frisch gebacken, in der Vesperkirche angeliefert und an die Gäste ausgegeben.

Herzlichen Dank für diese stärkende Spende in der kalten Jahreszeit!

27.1.2021

Wärmflaschen für die Vesperkirche

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Die Bürgerstiftung hat dafür gesorgt, dass die Vesperkirche 1.200 Wärmflaschen an ihre Gäste ausgeben kann. Direkt mit warmem Wasser gefüllt, haben sich bereits einige Menschen sehr über die wärmende Spende gefreut. „Das tut meinem Rücken gut“, sagte ein Gast, eine Dame im Rollstuhl freute sich über die Wärmequelle am Bauch.
Die Bürgerstiftung hat beim VfB angefragt, ob es möglich sei, den Kauf von Wärmflaschen finanziell zu unterstützen. Das klappte über den Fond VfBfairplay, so dass die Bürgerstiftung zur Tat schritt und für die Vesperkirche die Wärmflaschen organisierte.
Die Ehrenamtlichen der Vesperkirche befüllen die Wärmflaschen mit heißem Wasser und halten sie auf Wärmebehältern warm, so dass sie Menschen direkt eine warme Wärmflasche aushändigen können.
Die Wärmflaschen liegen an der Essensausgabe an der Leonhardskirche bereit und werden dort von den ehrenamtlichen Mitarbeitenden ausgegeben. Während der Essensausgabezeit steht dort auch ein Behälter mit warmem Wasser, womit man die Wärmflasche wieder neu befüllen kann.
Wir danken der Bürgerstiftung und VfBfairplay ganz herzlich für diese wärmende Spende!

Die Vesperkirche 2021 ist eröffnet

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Pfarrer Christoph Doll und Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann

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Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon und Pfarrer Christoph Doll

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Prof. Dr. Annette Noller

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Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann

Unter ganz anderen Umständen als all die Jahre zuvor ist in der Vesperkirche in diesem Jahr der Eröffnungsgottesdienst gefeiert worden. Wenige Gäste verteilten sich mit großem Abstand in der Kirche, alle anderen verfolgten das Geschehen Zuhause am Bildschirm. „Es tut mir in der Seele weh, dass Vesperkirche nicht so wie gewohnt stattfinden kann“, sagte Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann und betonte, dass Vesperkirche jedoch trotz aller Einschränkungen da sei und sich nach wie vor nicht mit der Armut abfinde, sondern darauf hinweise, dass Armut eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft bleibe.
Auch Prof. Dr. Annette Noller, seit Dezember Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg, wies in ihrer Predigt auf den gesamtgesellschaftlichen und politischen Auftrag hin, der sich für Diakonie und Kirche stelle. Ausgehend von der diesjährigen Jahreslosung forderte sie zu einem barmherzigen, einem solidarischen Umgang miteinander auf, gleichzeitig sollten Diakonie und Kirche sich in Politik und Gesellschaft für Solidarität mit Menschen in prekären Lebenslagen einsetzen.
Sozialbürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen. Sie bedankte sich bei allen, die Vesperkirche ermöglichen und wünschte ganz viel Erfolg.
Christoph Doll, Pfarrer der gastgebenden Leonhardsgemeinde, brachte auch dieses Mal einen aus Hefeteig gebackenen großen Schlüssel mit, als Symbol dafür, dass die Vesperkirche nun für sieben Wochen in der Leonhardskirche heimisch ist.
Pandemiebedingt konnte der Hymnus-Knabenchor nicht wie alle Jahre zuvor mit allen Sängern für den festlichen Gottesdienst-Rahmen sorgen. Dafür setzten ein paar wenige Sänger unter der Leitung von Rainer Johannes Homburg und zusammen mit dem Organisten Jakob Reichmann musikalische Glanzpunkte.
Die Vesperkirche wird täglich zwischen 11.30 und 15 Uhr an der Leonhardskirche warme Mahlzeiten austeilen, weitere Angebote über die Essensausgabe hinaus wird es vorerst nicht geben. Weitere Ausgabestellen sind an den Kirchen St. Georg und St. Maria, an der Matthäuskirche und bei der Bahnhofsmission.

Vesperkirche 2021 - Eröffnungsgottesdienst

So können Sie den Eröffnungsgottesdienst von zuhause mitverfolgen:

Nehmen Sie online teil unter dem folgenden Link:

https://youtu.be/woRY0m0j3F0

 

 

Vesperkirche 2021 startet unter Corona-Bedingungen!

Am 17. Januar 2021 startet die Vesperkirche Stuttgart unter dem Motto

 

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“.

 

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann:

 

Doch eines ist bereits jetzt schon klar: Die neue Vesperkirchen-Saison wird coronabedingt anders als gewohnt, denn die Pandemie zwingt uns alle zu einem Umdenken. Wir müssen flexibel bleiben, weil niemand im Voraus sagen kann, wie die Situation sein wird.

 

Aber: Das haupt- und ehrenamtliche Vesperkirchen-Team konnte jedoch bereits zwischen Ostern und Pfingsten eine „Vesperkirche light“ erproben und sich so auf die veränderte Situation unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen einstellen. Nach aktuellem Planungsstand wollen wir trotz Corona-Pandemie zweigleisig fahren, d. h. anfangs eine warme Mahlzeit to go anbieten sowie möglichst im Laufe des Februars den Kirchenraum für eine begrenzte Menge an Menschen öffnen.


Das „Mittagessen
für unterwegs“ wird in gewohnter Weise vom Küchenteam des Rudolf-Sophien-Stiftes unter Leitung von Bernd Fischer gekocht, ohne Plastikverpackung ausgeliefert und über den Ausgabeschalter der Magdalenenkapelle der Leonhardskirche verteilt. Des Weiteren ist die Bahnhofsmission als Ausgabeort beteiligt und auch St. Maria ist wieder mit dem Lastenrad am Start, um das to go-Essen direkt zu den Obdachlosen zubringen. Außerdem sind die Matthäuskirche und die Kirche St. Georg eingebunden.

 

Den Kirchenraum hingegen würden wir für Kaffee, Tee, Wasser und Hefekranz für eine begrenzte Anzahl von Vesperkirchengästen - 60 an der Zahl nach heutigem Stand - in jeweils drei Schichten am Tag öffnen. Dies hoffen wir, im Laufe des Februars umsetzen zu können. Hier gibt es dann auch Zeit zum Gespräch und zur Beratung.

 

Durch eine Anmeldung vor der Leonhardskirche sollen gegebenenfalls Infektionsketten nachverfolgbar sein. Mit einer Art Ampelsystem wird der Einlass in die Leonhardskirche geregelt, denn zwischen den einzelnen Schichten muss zudem desinfiziert und gelüftet werden.

 

Es wird keine Ärzte, keine Frisöre und keine Fußpflege geben und auch keine Veranstaltungen. Gruppen werden nur eingeschränkt mitarbeiten und auch Besuchsgruppen können wir nicht empfangen. Dies bedauern wir sehr! Letztlich aber zählt doch, dass die Vesperkirche Stuttgart, wenn auch unter Corona-Bedingungen, stattfinden kann!

 

Und auch Sie können etwas tun:

Die Vesperkirche Stuttgart finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Jedes Jahr werden rund 350.000 Euro benötigt. Damit auch 2021 unter Corona-Bedingungen eine Vesperkirche stattfinden kann und Obdachlose bzw. Menschen am Rande der Gesellschaft in der kalten Winterzeit versorgt werden, benötigt die Vesperkirche Stuttgart Ihre Spende.

 

Spendenkonto der Vesperkirche Stuttgart

IBAN: DE05 6005 0101 0002 4648 33

BIC: SOLADEST600

 

Für jede Spende wird eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse beim Onlinebanking oder auf dem Überweisungsträger an.

 

Kontakt

Evangelischer Kirchenkreis Stuttgart

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann

Pfarrstraße 1

70182 Stuttgart

Telefon: 0711 / 46908910

E-Mail: diakoniepfarramt.stuttgartdontospamme@gowaway.elkw.de

 

Weitere Informationen zur Vesperkirche Stuttgart finden Sie unter www.vesperkirche.de

Weihnachtsspende für die Vesperkirche – Danke!

Einen herzlichen Dank an die TMM  Group aus Böblingen für Ihre großzügige Weihnachtsspende


Herr Shahram Sadatel, TMM Group schrieb uns: 


TMM – Technologie. Menschen. Management. Auch in diesem Jahr heißt es wieder "Spenden statt schenken". Gerade in dieser von der Corona-Pandemie geprägten Zeit ist es wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft zusammenrücken. Als Unternehmen möchten wir hierzu unseren Beitrag leisten und verzichten auf Kundengeschenke, um mit diesem Geld ein konkretes regionales Projekt zu unterstützen. Unsere diesjährige Weihnachtsspende in Höhe von 5.000 Euro geht an die Vesperkirche Stuttgart. Menschen finden hier einen Ort, an dem sie neben einer warmen Mahlzeit die Möglichkeit für Gespräche und lebensrelevante Hilfestellungen in Anspruch nehmen können. Die Vesperkirche unterstützt damit nicht nur die Grundbedürfnisse, sondern stärkt auch die Gemeinschaft und die Kommunikation der Menschen untereinander. 


Überreicht wurde unser Spendenscheck von Christoph Glaser, TMM Group. In Empfang genommen hat ihn Gabriele Ehrmann, Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Stuttgart und Leiterin der Vesperkirche.
20.12.2020

Mitarbeitendenspende für die Vesperkirche Stuttgart - Danke!

Die HUK Coburg in Stuttgart hat durch ihre Mitarbeitenden entschieden, 3.000 Euro an die Vesperkirche Stuttgart zu spenden.

Wir sagen ganz herzlichen Dank Herrn Hans-Ulrich Waldheim, Geschäftsstellenleiter bei HUK Coburg, seinem Team und allen Mitarbeitenden!

Eine tolle Sache, über die wir uns sehr gefreut haben!

Mundschutz für die Vesperkirche - Danke!

Danke für die Spende!

Die Firma Schwabenliebe aus Sillenbuch spendet an Einrichtungen und Institutionen Mundschutzmasken. Vesperkirche Stuttgart hat von dem sozialen Engagement der Firma profitiert und 400 Masken bekommen. Tim Beutelsbacher und Henrik Bürger, zwei hoch motivierte junge Menschen aus Stuttgart sind unterwegs und koordinieren die Aktion und verteilen die Masken. Sie sind auch in die Pfarrstraße gekommen und haben das Geschenk gleich mitgebracht.

Vesperkirche Stuttgart sagt herzlich danke für die wunderbare Spende!

Vesperkirche light – ein Rückblick

Die Spendenbereitschaft der Rotary Stiftung Stuttgart, der Robert Breuning Stiftung und der Aktion Mensch haben es möglich gemacht

Einfach nur eine Hand, die hilft, das war Vesperkirche light 2020. Keine Vesperkirche mit allen Dimensionen. Das gestattete die Viruslage nicht. Doch Vesperkirche light setzte in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie ein Zeichen der Verbundenheit. Ein Signal für alle, die in der Corona-Zeit besonders belastet waren. Für die Menschen, die einen kleinen Geldbeutel haben, für die, die eine Tagesstruktur benötigen, für die, die psychisch und physisch beeinträchtigt sind und deshalb nicht kochen können. Oder auch für die Menschen, die obdachlos sind und kein Zuhause haben.

Die Mittagstische waren nicht geöffnet, die Begegnungsstätten hatten geschlossen. Die Kaffeestunden im Gemeindehaus fanden nicht statt. Manche Menschen in Stuttgart fragten sich: Wohin soll ich denn gehen? Wie komme ich an ein Mittagessen?

Vom 1. April an bis zum 12. Juni 2020 hat Vesperkirche light ca. 13.000 Essen ausgegeben an ganz unterschiedlichen Orten in Stuttgart. Das Küchenteam des Rudolf-Sophien-Stiftes unter Leitung von Bernd Fischer hat dankenswerterweise das Essen to go gekocht und transportfähig gemacht.

Ganz herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern, besonders der Rotary Stiftung Stuttgart, der Robert Breuning Stiftung und der Aktion Mensch, ohne die wir diese Vesperkirche light nicht hätten durchführen können.

Danke an alle, die mitgeholfen haben, dass die Ausgabe gelingen konnte. Dank an die Ehrenamtlichen, Dank an die Ott-Goebel-Jugend-Stiftung, Dank an Herrn Heer, Dank an Familie Hungerbühler für die wunderbaren Lebensmittelspenden. Danke an alle, die uns Geld oder Lebensmittel oder Masken gespendet haben. Unsere Gäste konnten so an Ostern und an den Sonn- und Feiertagen die Menschenfreundlichkeit Gottes schmecken. Das war in den Hochzeiten der Pandemie gleichsam eine Kostbarkeit.

Vesperkirche light konnte durchgeführt werden von Montag bis Freitag in der Büchsenstraße, an der Oase in Rot, an den gemeindepsychiatrischen Zentren in Möhringen und Birkach und im Cafe 72 in Bad Cannstatt.

An den Sonn- und Feiertagen konnten wir zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr an der Leonhardskirche ein warmes Mittagessen ausgeben. St. Maria hat sonntags mit dem Lastenrad ca. 80 Essen ausgefahren.

Am Standort Vesperkirche haben wir am Gründonnerstag begonnen. Eine Ausgabetheke war vom Schreiner in die Tür der Sakristei eingepasst worden. Mit 30 Essen haben wir angefangen. Wir hätten 50 Essen ausgeben können. Kartoffeln und Äpfel und Brot, gespendet von der Olgastraße 46, konnten wir zusätzlich weitergeben. Auch Nudeln und Käse. Alles ging weg wie warme Semmeln. 

Es kamen bevorzugt ältere Menschen zur Essens-Ausgabe. Viele Rentner und Rentnerinnen.

Am Karfreitag waren wir mit 70 Essen am Start. Wir hätten noch 30 Portionen dazu ausgeben können. Äpfel und Brot und Eier gab es obendrein.

Am Karsamstag stand die Schlange bis zum Sieglehaus. 70 Essen waren nicht genug; für 30 weitere Portionen haben wir Äpfel und Brot und Eier und Gemüse ausgegeben. Alle Gäste haben sich diszipliniert in der „Corona-Schlange“ angestellt und den Abstand eingehalten.

Am Ostersonntag haben wir 120 Portionen ausgegeben. Das hat so gerade gereicht. Die Schlange war lang, aber insgesamt herrschte eine gute Atmosphäre, alle waren sehr diszipliniert. Wir wurden zu keinem Hotspot. Viele unserer Gäste waren sehr angetan und dankbar für das Essen und die Aktion.

So haben wir durchgehalten bis zum Pfingstfest. Da waren wir dann bei 170 Portionen angekommen.

Die Aktion war von der Öffentlichkeit und den Spenderinnen und Spendern getragen; die Mitarbeitenden hatten sich freiwillig im Diakoniepfarramt gemeldet. Den Gästen hat das Essen geschmeckt, sonst wären sie nicht so regelmäßig angestanden, oft zwei Stunden lang. Auch die Polizei hat uns unterstützt, wo das nötig war.

 

Insgesamt ist es eine tolle Aktion gewesen, durch die wir Erfahrungen gesammelt haben. Wir wissen jetzt, so etwas geht auch in Zeiten einer Pandemie. Wir sind dankbar für die Erfahrungen und für das hohe Engagement in der Zivilgesellschaft.

Vesperkirche light geht weiter!

Die Spendenbereitschaft der Rotary Stiftung Stuttgart, der Robert Breuning Stiftung und der Aktion Mensch machen es möglich.

Einfach nur eine Hand, die hilft, will Vesperkirche light sein. Sie will in der schwierigen Lage der Corona-Pandemie ein Zeichen der Verbundenheit setzen. Ein Signal für alle, die in der Corona-Zeit besonders belastet sind. Für die Menschen, die einen kleinen Geldbeutel haben, für die, die eine Tagesstruktur benötigen, für die, die psychisch und physisch beeinträchtigt sind und deshalb nicht kochen können. Oder auch für die Menschen, die obdachlos sind und kein Zuhause haben.

Die Mittagstische sind nicht geöffnet, die Begegnungsstätten haben geschlossen. Die Kaffeestunden im Gemeindehaus finden nicht statt. Manche Menschen in Stuttgart fragen sich: Wohin soll ich denn gehen? Wie komme ich an ein Mittagessen?

Seit 1. April hat Vesperkirche light deshalb 5760 Essen ausgegeben an unterschiedlichen Orten. Das Küchenteam des Rudolf-Sophien-Stiftes unter Leitung von Bernd Fischer hat dankenswerterweise das Essen-to-go gekocht und transportfähig gemacht.

Ganz herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern, besonders der Rotary Stiftung Stuttgart, der Robert Breuning Stiftung und der Aktion Mensch, ohne die wir diese Vesperkirche light nicht hätten durchführen können.

Danke an alle, die mithelfen, dass die Ausgabe gelingen kann. Dank an die Ehrenamtlichen, Dank an die Ott-Goebel-Jugend-Stiftung, Dank an Herrn Heer, Dank an Familie Hungerbühler für die wunderbaren Lebensmittelspenden. Danke an alle, die uns Geld oder Lebensmittel oder Masken gespendet haben.

Heute haben wir beraten. Wir machen weiter bis Ende Mai und lassen Gottes Menschenfreundlichkeit schmeckbar werden.

Vesperkirche light gibt es von Montag bis Freitag in der Büchsenstraße, an der Oase in Rot, an den gemeindepsychiatrischen Zentren in Möhringen und Birkach und im Cafe 72 in Bad Cannstatt.

An den Sonn- und Feiertagen geben wir zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr an der Leonhardskirche ein warmes Mittagessen aus.

Gerne können Sie uns spenden unter dem Stichwort Vesperkirche light

BW Bank Stuttgart

IBAN: DE05 6005 0101 0002 4648 33

Für jede Spende wird eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt.

Behelfsmasken zu Gunsten der Vesperkirche Stuttgart - Danke!

Es ist immer wieder überwältigend, welche Ideen mitten aus der Zivilgesellschaft kommen und mit welchem Engagement sie umgesetzt werden.

Wir bedanken uns ganz herzliche bei Frau Christine Paul vom Stückwerk Stini im Remstal für die tolle Aktion für Vesperkirche Stuttgart.

Sie hat uns folgenden Text geschrieben:

Stolze 1.766,55 Euro Spende können übergeben werden

Mit Absage der ersten Frühlings- und Ostermärkte Anfang März war klar, dass es in meiner kleinen Nähwerkstatt in diesem Frühjahr nicht mehr viel zu tun geben würde. Normalerweise nähe ich Buchhüllen, Kissenhüllen, Patchworkdecken, Kosmetiktaschen, Schlüsselbänder und vieles mehr. Auf kleineren und größeren Märkten erfreuen sich die handgefertigten Einzelstücke bei vielen Käufern großer Beliebtheit. Doch mit den Beschränkungen im Zusammenhang mit COVID-19 gab es plötzlich nicht mehr viele Aufträge. Bis die ersten Anfragen bei mir eingingen, ob ich nicht eine Mund-Nasen-Bedeckung nähen könnte. Schnell war klar, dass ich das nötige Material vorrätig hatte und in der kurzfristigen Mangelsituation helfen konnte. Die Menschen kauften sich dieses Produkt zunächst, weil sie besorgt waren, oder versuchen wollten sich und andere zu schützen. Daher war mir auch ebenso schnell klar, dass ich an dieser Situation kein Geld verdienen wollte. Darum habe ich beschlossen den gesamten Erlös aus dem Verkauf der Masken an die Vesperkirche Stuttgart zu spenden.
Viele Menschen waren froh unkompliziert und mit gebührendem Abstand eine Behelfsmaske erwerben zu können. Die bestellten Masken wurden in Tüten verpackt und beschriftet vor dem Haus zur Abholung deponiert, die Bezahlung erfolgte über ein Sparschwein oder den Briefkasten. Die Käufer waren dann auch meist sehr großzügig und begeistert von der Aktion. Hin und wieder fand sich noch ein Blumenstrauß, Schokolade, andere Leckereien oder ein schriftlicher Gruß vor meiner Tür. Als klar war, dass Gummiband knapp wird fand sich auch das eine oder andere Päckchen Gummiband aus dem heimischen Nähkasten auf der Fensterbank. Über diese persönliche Anerkennung habe ich mich immer sehr gefreut.

Einige Ballen Stoff, mehr als 1,5 Kilometer Faden, ungezählte Meter Gummiband und Blumendraht sowie vier stumpf genähte Nadeln an der Nähmaschine waren erforderlich. Dann war es geschafft. Freunde, Bekannte, Nachbarn und noch viele mehr, waren mit der notwendigen Erstausstattung an Behelfsmasken für die Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ausgestattet.

Mit dem ersten Maiwochenende habe ich die Spendenaktion abgeschlossen. Ich bin froh, dass eine hohe Spendensumme erreicht werden konnte und ich damit die wertvolle Arbeit der Vesperkirche Stuttgart unterstützen kann. Innerhalb von nur drei Wochen kamen stolze 1.766,55 Euro an Spenden zusammen.

Christine Paul 

Stückwerk-Stini

 

Bleiben Sie gesund und behütet

Ihre Gabriele Ehrmann
Diakoniepfarramt Stuttgart

 

 

 

Liebe Gäste, liebe Mitarbeitende der Vesperkirche,

wer hätte gedacht, dass sich die Virussituation kurz nach der Vesperkirche Stuttgart 2020 so dramatisch zuspitzt? Ich hoffe sehr, dass es Ihnen allen gut geht und dass Sie weiterhin gesund bleiben.

Die Corona-Krise ist für uns alle eine große Herausforderung, ganz gleich wer wir sind. Morgens schon beim Aufwachen ist es anders als sonst. Der sonst gewohnte Tagesablauf ist nicht mehr möglich. Doch es ist nötig, dass wir die Einschränkungen beachten und die Vorgaben der Länder und des Bundes einhalten. Nur so hat unser Gesundheitssystem eine Chance. Pflegekräfte, Ärztinnen und Arzte sind ja schon ohne Corona-Krise am Limit.

Wenn Sie Zeit übrig haben, melden Sie sich doch auf der Homepage der Kirche in Stuttgart (www.stuttgart-evangelisch.de). Menschen, die einkaufen gehen, braucht es in diesen Zeiten immer. Und umgekehrt, wenn Sie jemanden benötigen fürs Einkaufen, sind Sie dort auch richtig. Gern können Sie sich auch bei mir melden. (Gabriele.ehrmanndontospamme@gowaway.elkw.de)

Ein weiterer Punkt ist die Versorgung der Menschen, die bedürftig sind. Die Mittagstische sind alle geschlossen worden. Zuletzt hat Eva´s Tisch, das Mittagessen in der Evangelischen Gesellschaft, die Arbeit einstellen müssen. Dafür gibt es jetzt ein warmes Mittagessen to go vor der Wärmestube.

Die Tafelläden halten bis jetzt tapfer durch. Doch auch die Mitarbeitenden dort kommen an ihre Grenzen. Niemand hat ein fertiges Konzept, wie wir gut durch die Krisensituation kommen. Aber gemeinsam und im Austausch wachsen jeden Tag Ideen.

Eine hat mir besonders gut gefallen:

Um 19:30 Uhr läuten die Kirchenglocken jeden Abend. Auf die Glocken zu hören, eine Kerze ins Fenster zu stellen, darauf freue ich mich. Und dann zu singen "Der Mond ist aufgegangen" auf dem Balkon oder am offenen Fenster. Auch wenn wir uns räumlich nicht nahe sein können, so können wir uns vielleicht hören und einander trotz Distanz Nähe schenken.

Bleiben Sie behütet und denken Sie daran, Ostern wartet auf uns.

Herzliche Grüße

Ihre Gabriele Ehrmann

Diakoniepfarrerin

7. April 2020

Die Corona -Krise macht uns allen ziemlich zu schaffen. Wer aber einen kleinen Geldbeutel hat, den betrifft sie noch radikaler. Die Begegnungsstätten und die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit ihren Mittagstischen haben wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus schließen müssen.

Bei einem virtuellen runden Tisch, einberufen von der Bürgerstiftung Stuttgart, haben sich alle Verantwortlichen verständigt und abgesprochen, wie wir gemeinsam die Versorgung sicherstellen.

Die vier Tafelläden bleiben weiterhin geöffnet, wenngleich auch sie mit den erschwerten Bedingungen zu kämpfen haben. Ein Anstehen für Kunden mit bis zu einer Stunde ist keine Ausnahme, so die Projektleitung der Tafel, Ingrid Poppe.

Ab letzter Woche schon gibt die Evangelische Gesellschaft vor der Wärmestube täglich unter der Woche zwischen 12 Uhr und 13 Uhr ein warmes Mittagessen aus. Seit Montag sind drei weitere Standorte dazugekommen: die Oase in Roth und die gemeindepsychiatrischen Zentren (GPZ) in Möhringen und Birkach bieten zur Mittagszeit eine warme Mahlzeit an. Von Gründonnerstag bis Ostermontag öffnet die Leonhardskirche ihre Magdalenenkapelle und reicht ebenfalls von 12 Uhr bis 13 Uhr ein warmes Mittagessen nach draußen. Ebenso ist St. Maria von Karfreitag bis Ostermontag um die Mittagszeit mit dem Lastenrad unterwegs. Auch die Wärmestube wird am Ostersamstag ein Angebot machen.

Das Küchenteam des Rudolf-Sophien-Stiftes unter Leitung von Bernd Fischer macht die Essensausgaben möglich. Wir bitten jedoch die Gäste dringend, die Abstandsvorschriften einzuhalten und auch das Essen nicht vor Ort zu verzehren, sonst laufen wir Gefahr, die Ausgabeorte schließen zu müssen.

Ostern, das Fest der Auferstehung, ist dieses Jahr so anders als sonst, vielleicht können wir ganz neue Erfahrungen machen. Gott lädt uns an seinen Tisch und sorgt dafür, dass wir satt werden.

 

Ihre Gabriele Ehrmann
Diakoniepfarrerin

 

 

 

Stärkung für Körper und Seele

© Monika Johna

 

Die Vesperkirche Stuttgart 2020 ist vorüber.

Im Jahr 2021 öffnet die Vesperkirche am Sonntag, 17. Januar um 10 Uhr wieder ihre Türen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und wünschen Ihnen bis dahin alles Gute!

 

Die Vesperkirchenzeitung 2020 ist da!
Sie finden sie unter der Rubrik "Vesperkirchen-Zeitung" auf unserer Homepage. Hier geht es direkt zur Vesperkirchenzeitung.

 

Diakoniepfarramt Stuttgart
Pfarrerin Gabriele Ehrmann
Pfarrstraße 1, 70182 Stuttgart
Telefon: 0711 46908910
E-Mail: Gabriele.Ehrmanndontospamme@gowaway.elkw.de

 

 

Die Vesperkirche finanziert sich aus Spenden.
Jährlich werden rund 350.000 Euro benötigt.

Spendenkonto:

BW Bank Konto 2 464 833 (BLZ 600 501 01)
IBAN DE05 6005 01010002 4648 33
BIC SOLADEST600


Telefon: 
Wenn Sie Fragen haben, unser Büro in der Pfarrstraße ist während der Vesperkirche Stuttgart erreichbar unter der Telefonnummer 0711 46908910.

Wichtiger Hinweis: Die Vesperkirche führt keine Straßensammlungen durch.

Wie Sie uns unterstützen können - hier erhalten Sie weitere Informationen.
Wer? Wo? Was? Grundinformationen über die Vesperkirche finden Sie hier
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