rahmenlos & frei - das Beste zum Schluss

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann hat es am Ende auf den Punkt gebracht: „rahmenlos & frei, das ist unser herausragendes Vesperkirchenprojekt. Das ist der Schwan der Vesperkirche“, sagte sie freudestrahlend nach einem furiosen Konzert, bei dem es sicherlich niemand geschafft hat, die Hände und Füße stillzuhalten.

© Monika Johna

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann überreicht rote Rosen an die Band-Mitglieder

Zum Ende der Reihe „Kultur in der Vesperkirche“, nach eindrucksvollen, schönen und gelungenen Konzerten mit verschiedensten tollen Künstlern und Musikstilen, mit viel Engagement und Applaus, nun also das Konzert von „rahmenlos & frei“, der Vesperkirchenband, als mitreißender Schlussakkord, als Tüpfelchen auf dem i.

15.20 Uhr, 40 Minuten vor Konzertbeginn. Die ersten Reihen in der Leonhardskirche sind schon belegt, und es strömen immerzu Menschen mit erwartungsfrohen Mienen durch die Eingangstüre. „I am sailing“ schallt es von vorne durch die Kirche. „rahmenlos & frei“ singt sich schon einmal warm. Vorfreude liegt fast schon greifbar in der Luft.

16 Uhr. Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann begrüßt die Gäste und dann geht es auch schon los. „Rote Lippen soll man küssen“ bietet gleich die erste Gelegenheit zum Mitwippen. Sänger Otto sagt das nächste Lied an und lädt ein zum Mitsingen. Das lassen sich all die vielen Leute in der bis auf den allerletzten Platz gefüllten Leonhardskirche nicht zwei Mal sagen. „Que sera“ klingt es vielstimmig aus zahllosen Kehlen.

2010 gründete sich die Band durch die Initiative der damaligen Diakoniepfarrerin Karin Ott, dem Kulturmanager Ralf Püpcke und dem Entertainer Roland Baisch. Seitdem treten die Sängerinnen und Sänger jedes Jahr in der Vesperkirche auf und sind zusammen mit ihrem Chorleiter Patrick Bopp ein fester Bestandteil des Kulturprogramms. Regelmäßig, wenn sie in der Leonhardskirche oder anderswo auftreten, sorgen sie für Begeisterung. Natürlich werden sie bei ihren Heimspielen immer ganz besonders gefeiert. In diesem Jahr brachten sie etliche neue Hits mit, und auch weitere Sängerinnen und Sänger kamen dazu. Geprobt wird während der Vesperkirchenzeit ein Mal pro Woche.

16.30 Uhr. Das Konzert ist in vollem Gange. Das Publikum ist ganz und gar dabei. „Schließen Sie einfach die Augen und lassen Sie es auf sich wirken!“, empfiehlt Jenny, als sie das schwedische Lied „Gabriellas Sang“ ankündigt. Ariane, ein neues Bandmitglied, hat nun ihre Premiere mit diesem ruhigen Solo. Otto verrät augenzwinkernd, dass er schon 67 ist, ehe er und der Hit von Udo Jürgens viele – auch nicht 66jährige – zum Mitsingen animieren. Auch der andere Udo kommt zum Zug an diesem bereichernden Nachmittag. „Und ich mach’ mein Ding, egal, was die anderen sagen“, singen die Künstlerinnen und Künstler von „rahmenlos & frei“ mühelos und charmant auf den Spuren von Udo Lindenberg.

17 Uhr. "Zugabe! Zugabe!" Natürlich muss es Zugaben geben, vorher kann nicht Schluss sein. Zum Ende noch einer der mittlerweile gut bekannten "rahmenlos & frei-Hits", zum Mitsingen, Mitschwelgen, Genießen: "Will the circle be unbroken". Man weiß nicht, wer mehr Begeisterung ausstrahlt – die Band oder das Publikum. Aber das ist auch egal. Allen macht es sichtlich riesigen Spaß. Die Sängerinnen und Sänger haben auch nach dem Konzert noch nicht genug. Bei der anschließenden gemeinsamen Kartoffelsuppe für die Mitwirkenden erklingt immer wieder das eine oder andere Lied.

„Ihr seid so ein tolles Publikum! Es hat so viel Spaß gemacht, für euch zu singen!“, ruft Christina zum Abschied am Ende eines sehr schönen Konzertnachmittags in den Kirchenraum. Dieses Kompliment geben wir gerne zurück:

Ihr seid so eine tolle Band. Es macht so viel Spaß, euch zuzuhören!



25-02-2018

Autor/Autorin: Monika Johna